Erstes Training am Montag Löwen starten in Vorbereitung - Konflikte inklusive

Mit Daniel Bierofka (r.) soll der Neustart bei den Löwen gelingen. Währenddessen gibt es wegen Investor Hasan Ismaik (l.) noch immer Spannungen beim TSV. Foto: Andreas Gebert/Tobias Hase/dpa/AZ

Beim TSV 1860 München wird es endlich auch wieder um Fußball gehen. Die Löwen beginnen ihre Vorbereitung auf die neue Saison. Abseits des Rasens gibt es aber noch immer genug Gesprächsstoff.

München - Trotz vieler offener Zukunftsfragen nach seinem Absturz aus dem Profi-Fußball startet der TSV 1860 München in seine Saisonvorbereitung. "Wir beginnen mit einem Kernteam, bestehend aus U19- und U21-Spielern der vergangenen Saison", verkündete der neue Löwen-Cheftrainer Daniel Bierofka vor der ersten Einheit am Montag (15 Uhr). Der 38 Jahre alte frühere Profi hatte in der vergangenen Saison mit der zweiten Mannschaft von 1860 den zweiten Platz in der Regionalliga belegt. Nach dem Abstieg der Profis musste jedoch auch die U21 zwangsabsteigen.

Bierofka wird in Zukunft von Co-Trainer Oliver Beer und Torwarttrainer Harald Huber unterstützt. Bei der ersten Einheit, die den Startschuss auf dem schweren Weg von der Regionalliga wieder nach oben darstellen soll, sollen nach Vereinsangaben 25 Spieler mit dabei sein.

Reisinger vs. Ismaik

Abseits des Rasens sorgt der deutsche Meister von 1966 natürlich weiter für Schlagzeilen. So positionierte sich Interimspräsident Robert Reisinger hinsichtlich der 50+1-Regel im deutschen Fußball klar gegen "Löwen"-Investor Hasan Ismaik. "Ich kann von meiner Warte nur sagen: Auf einem Briefpapier vom TSV 1860 München e.V. wird mit Sicherheit nie eine Klage gegen diese Regel geschrieben werden. Solange ich Präsident bin und auch Einfluss habe auf die KGaA, wird das auch auf einem KGaA-Papier nicht passieren", versicherte Reisinger dem Bayerischen Rundfunk.

Ismaik hat nach dem Abstieg der Löwen aus der 2. Liga und dem vorläufigen Ende des Profi-Fußballs bei dem Münchner Traditionsverein eine Klage gegen die 50+1-Regel angekündigt. Der Jordanier wehrt sich dagegen, dass Investoren in Deutschland bei einem Verein nicht das letzte Sagen haben können. Die Stimmenmehrheit (darum 50+1) bei ausgegliederten Kapitalgesellschaften muss immer beim Club liegen.

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