Erstes Heimspiel nach Olympia DEB-Team verliert gegen Slowakei

Deutschlands Torhüter Dustin Strahlmeier kann den Treffer zum 1:1 nicht verhindern. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

In der WM-Vorbereitung muss Eishockey-Bundestrainer Marco Sturm den Neuanfang nach Olympia-Silber moderieren. Im Härtetest vor eigenem Publikum kassiert sein junges Team eine knappe Niederlage.

 

Weißwasser - Ohne Silbermedaillengewinner ist das deutsche Eishockey-Nationalteam noch nicht in WM-Form. Im ersten Heimspiel nach der Olympia-Sensation verlor die Auswahl von Bundestrainer Marco Sturm gegen die Slowakei knapp mit 1:2 (0:0, 1:0, 0:1) nach Penaltyschießen.

Nicolas Krämmer war am Samstag in Weißwasser vor 2.750 Zuschauern einziger deutscher Torschütze (39. Minute). Für die Gäste waren David Buc (44.) und im Shootout Martin Bakos erfolgreich. Bereits am Sonntag (17.00 Uhr/Sport1) spielt die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bunds (DEB) erneut gegen die Slowaken, die bei der Weltmeisterschaft vom 4. bis 20. Mai in Dänemark in der anderen Vorrundengruppe antreten.

In den ersten beiden Vorbereitungspartien hatte das deutsche Perspektivteam in Russland mit 1:4 verloren und dann mit dem 4:3 in der Verlängerung überrascht. Gegen Ex-Weltmeister Slowakei leistete sich der Gastgeber in der ausverkauften Halle zu viele Strafzeiten, überstand aber - auch mit Glück - selbst eine doppelte Unterzahl.

Als die Deutschen mit einem Spieler mehr auf dem Eis waren, brachte dann ein kurioses Tor die Führung: Krämmers Schuss prallte von der Latte an den Rücken von Torwart Denis Godla - und von dort ins Tor. Der Kölner Angreifer Krämmer war von Sturm vorerst zum Kapitän ernannt worden. Die Slowaken bestimmten teilweise das Spiel, überwanden aber erst zu Beginn des Schlussdrittels Dustin Strahlmeier, der Mitte des zweiten Drittels Mathias Niederberger ablöste.

DEB-Team: Fünf Testpartien vor dem WM-Auftakt

In der Verlängerung hatte das deutsche Nationalteam gute Chancen, die Partie zu entscheiden. Maximilian Kammerer ließ in der Overtime einen Penalty aus, im Shootout war dann kein deutscher Schütze erfolgreich. Noch fehlen Sturm etliche Leistungsträger. Im Finale der Deutschen Eishockey Liga zwischen München und Berlin sind zehn WM-Kandidaten vertreten.

Spieler der Halbfinalisten Mannheim und Nürnberg sollen in der kommenden Woche beim Nationalteam einsteigen. Wann die NHL-Profis Leon Draisaitl und Dennis Seidenberg kommen, ist unklar. In Weißwasser wurden die Olympia-Finalisten Timo Pielmeier und Björn Krupp genau wie Nordamerika-Stürmer Frederik Tiffels geschont.

Verteidiger Stephan Daschner (Unterkörper) und Stürmer David Elsner (Bindehautentzündung) hatten das Trainingslager vorzeitig verlassen müssen. Einschließlich der Partie in Dresden stehen noch fünf Testpartien vor dem WM-Auftakt am 4. Mai gegen Gastgeber Dänemark an.

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