Ersatzspieler statt Wittek Pereira bringt Busch: "Er hat sehr gut trainiert"

, aktualisiert am 01.04.2017 - 10:00 Uhr
Durfte erstmals seit dem Hinspiel wieder auflaufen: 1860-Leihspieler Marnon Busch. Foto: dpa

1860-Trainer Vitor Pereira überraschte beim 1:0-Sieg in Düsseldorf mit einer ungewöhnlichen Maßnahme: Der Portugiese ließ anstelle von Maximilian Wittek Werder Bremens Leihgabe Marnon Busch auflaufen - der schwankte zuletzt zwischen Ersatzbank und Tribüne. Oder lag's an Witteks malträtierter Schulter?

 

München - Beim Blick auf die Aufstellung der Sechzger in der Düsseldorfer Esprit-Arena zeigte sich nicht nur eine erwartbare Veränderung: Michael Liendl, Siegtorschütze und Assistgeber im Heimspiel gegen die Würburger Kickers (2:1), durfte diesmal von Beginn an auflaufen - und bewies auch bei seinem Ex-Klub seine Vorbereiter-Qualitäten.

Doch auch ein ungleich überraschender Schachzug ließ aufhorchen. Marnon Busch durfte anstelle von Maxi Wittek im rechten Mittelfeld auflaufen - und erleidgte seine Sache ordentlich. Dabei hatte der Bremer Leihspieler sage und schreibe seit dem Hinspiel gegen Düsseldorf (1:3) kein Ligaspiel mehr absolviert. Durchaus ungewöhnlich also von Pereira, den 22-Jährigen plötzlich zu bringen. "Marnon Busch hat diese Woche sehr gut trainiert. Er hat sich die Chance heute verdient", erklärte Pereira nach der Partie.

Der Wechsel könnte allerdings auch etwas mit einem Tattoo zu tun haben: Wittek ließ sich, wie er unter der Woche auf Instagram zeigte, einen großen Löwen auf die Schulter stechen. Keine schmerzfreie Angelegenheit, und auch nicht die professionellste Art der Vorbereitung auf ein wichtiges Fußballspiel, dessen negativer Ausgang wieder unmittelbarer Abstiegskampf bedeutet hätte - und womöglich für Charakterkopf Pereira eine Steilvorlage, um dem Urlöwen vor dem Duell mit Düsseldorf eine Verschnaufpause zu verschaffen? Eine Verletzung hatte Wittek jedenfalls nicht, schließlich saß der Youngster auf der Ersatzbank.

Witteks neuer Löwe auf der Haut könnte allerdings auch Fingerzeig für eine Vertragsverlängerung sein: Der Kontrakt des gebürtigen Echingers läuft aus, bisher hat er es vermieden, sich länger an die Sechzger zu binden. Seit seiner Versetzung ins rechte MIttelfeld wirkt Wittek allerdings deutlich stabiler als zuvor - bleibt abzuwarten, ob er den Weg der Löwen weiter mitgehen will.

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