Erfolg wegen Schuldgefühle "Mandela"-Autor lästert über "12 Years a Slave"

William Nicholson auf der Premiere von "Mandela: Der lange Weg zur Freiheit" Foto: imago/Future Image International

"Mandela"-Drehbuchautor William Nicholson ist kein guter Verlierer. Für ihn ist klar: Dass sein Film gegen "12 Years a Slave" abgestunken hat, hatte nichts mit seiner Qualität zu tun - vielmehr hätten sich die Streifen einen Wettkampf um die Schuldgefühle der Menschen geliefert.

 

Im vergangenen Jahr machten zwei große Filme über die Geschichte der Schwarzen von sich reden. Doch während "12 Years a Slave" ein Erfolg an den Kinokassen war und mit zahlreichen Preisen bedacht wurde, blieb "Mandela: Der lange Weg zur Freiheit" in beiden Disziplinen hinter den Erwartungen zurück. Drehbuchautor William Nicholson hat eine, gelinde gesagt, etwas eigenwillige Erklärung für diesen Umstand: "Als '12 Years a Slave' in die amerikanischen Kinos kam, hat es alle Schuldgefühle in Bezug auf Schwarze aufgesaugt, die verfügbar waren", sagte er laut "Hitfix" auf einem britischen Kulturfestival.

"Die Leute waren so erschöpft davon, sich für die Sklaverei schuldig zu fühlen, dass wohl nicht genug für unseren Film übrig war", motzte Nicholson. Dabei seien die Testvorführungen noch so vielversprechend gewesen. "Als der Film kein Gewinner wurde, war das verheerend für uns, das hat wirklich sehr geschmerzt", jammerte er weiter. Das mag sicher sein, aber die Theorie, dass lediglich das schlechte Gewissen die Leute in die Kinos trieb, ist doch in vielerlei Hinsicht mehr als fragwürdig. Vielleicht war "12 Years a Slave" auch einfach nur der bessere Streifen?

 

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