"Er ist nicht gewillt" Löwen-Legende Hofmann: Seine harte Kritik an Pereira

Ex-Löwenkeeper Michael Hofman macht sich Sorgen um den TSV 1860 München. Foto: sampics/augenklick

Für Ex-Torwart und Löwen-Legende Michael Hofmann wäre ein Abstieg von 1860 München in die 3. Liga eine Katastrophe. Was er Trainer Pereira vorwirft.

 

München - "Das wäre bodenlos und dramatisch. Der Kollaps für den Verein", sagte Hofmann in einem Sport1-Interview vor dem Relegations-Hinspiel bei Jahn Regensburg am Freitagabend (AZ-Liveticker). Er fügte an: "Viele würden dann wieder Hoffnung auf eine Rückkehr ins Grünwalder Stadion haben, und davon muss man sich verabschieden."

Der 44-Jährige, der einst auch für den Relegations-Gegner Jahn Regensburg spielte, lässt auch kein gutes Haar an 1860-Trainer Vitor Pereira und wirft ihm vor allem mangelnde Integrationsbereitschaft vor. "Ich werfe Pereira vor, dass er noch kein Wort deutsch spricht. Er ist auch nicht gewillt, diese Sprache zu lernen. 1860 entfremdet sich mehr und mehr", sagte Hofmann über den Portugiesen. Einige Leute im Verein hörten das nicht gerne, "aber es ist die Wahrheit".

Ismaiks Sprunghaftigkeit ein großes Problem

Bei Hasan Ismaik, dem jordanischen Geldgeber des Fußball-Zweitligisten, sieht Hofmann zwar "durchaus positive Ansätze", aber dessen Sprunghaftigkeit sei ein großes Problem. "Ich war erschrocken, als der Plan für die vergangene Saison wieder über den Haufen geschmissen wurde. Ismaik bewertet viele Sachen nur aus der Ferne und äußert sich oft über Facebook", monierte Hofmann.

Trotz aller Bedenken hält Hofmann den Klassenverbleib für wahrscheinlich. "Ich glaube trotzdem, dass 1860 sich durchsetzen und retten wird", sagte der frühere Profi. Die größte Gefahr sei, "dass Regensburg befreit aufspielen kann". Es gebe bei den Löwen zwar einen Plan B, aber "ein Abstieg wäre katastrophal".

 

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