Er analysiert Real Madrid Experte: Warum der FC Bayern für Zinedine Zidane nicht in Frage kommt

, aktualisiert am 11.10.2018 - 17:16 Uhr
Ein Szenario für den FC Bayern? Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge gemeinsam mit Zinedine Zidane? Foto: AZ-Montage/firo/Augenklick

Zinédine Zidane wird als möglicher Nachfolger von Niko Kovac gehandelt, sollte der Kroate mit den Münchnern weiterhin keinen Erfolg haben. Nils Kern, Experte für Real Madrid, erklärt im Gespräch mit der AZ, warum ein Engagement Zidanes beim deutschen Rekordmeister nicht nur in dieser Saison unwahrscheinlich ist.

München - Drei Mal in Folge. Drei Mal in Folge gewann er jenen Pokal, den der FC Bayern so gerne wieder nach München holen würde: den Henkelpott. Zwischen 2016 und 2018 sicherte Zinédine Zidane Real Madrid jeweils den Champions-League-Sieg, um dann überraschend seinen Rücktritt zu verkünden und sich selbst eine Pause zu verordnen.

Zidane zum FC Bayern?

Eine Pause, die so lange gar nicht geht? Weil der Franzose in die Bundesliga wechseln könnte? Konkret, zu besagten sehnsüchtigen Bayern? Wie die "Bild" berichtete, wäre der Welt- und Europameister ein Premium-Kandidat für die Nachfolge von Niko Kovac, sollte, ja sollte der 46-jährige Kroate die fußballerische Talfahrt der Münchner nicht schleunigst stoppen

Zidane und Bayern - passt das? Der Südfranzose aus Marseille mit den algerischen Wurzeln im bayerischen Alpenvorland? Die AZ fragte bei einem Kenner von Real Madrid nach, Chefredakteur Nils Kern vom Fußball-Fachportal "REAL TOTAL", der Zidane jahrelang bei den Königlichen genau verfolgte und beobachtete.

Experte glaubt nicht an Bayern-Engagement

"Einen Zinédine Zidane kann so schnell nichts von seinen Plänen abbringen. Frühes Karriereende 2006? Er hat’s gemacht! Überraschender Rücktritt 2018? Er hat’s gemacht! Und was er jetzt machen will: Ein einjähriges Sabbatical!", meint der Real- und Zidane-Experte.

Laut Kern könnten Zidane nur wenige Szenarien davon abbringen: "Entlassungen von Didier Deschamps (französischer Nationaltrainer) oder von Massimiliano Allegri (Trainer von Zidanes Ex-Klub Juventus Turin, d. Red.)." Oder, wie der "REAL TOTAL"-Chef weiter erklärt, ein Betteln und Flehen von Madrid-Präsident Florentino Pérez.

"Ich glaube nicht, dass Zizou ein Kandidat für den FC Bayern sein kann - nicht jetzt. Er deutete schon im Frühjahr oft an, wie zermürbend und anstrengend der Job sei. Jetzt genießt er wieder Freizeit mit seiner Familie, lädt den Akku auf", erzählt er. "Das wird er durchziehen, so wie immer. Jeder hat seinen Preis, aber ein Zizou muss weder noch mehr Geld verdienen, noch irgendwem etwas beweisen."

München wäre sprachliche Hürde

Was ein Engagement in fernerer Zukunft betrifft, kämen sprachliche Hürden hinzu, erklärt der Zidane-Beobachter weiter: "Sein Englisch ist überschaubar, und das Spanisch auch nicht perfekt. Und was ich so in Spanien mitkriege, wird sich damit gar nicht groß befasst, da gibt es aktuell wichtigere Themen."

Konkret, die Krisen des FC Barcelona (vier Spiele ohne Sieg) und der Madrilenen (nur Platz fünf). Die Krisen-Bayern müssten sich im Fall der Fälle wohl nach einem anderen Nachfolger für den angezählten Kovac umsehen.

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