Entsorgungsfahrzeug gerammt München: Unfall mit Personenzug am Hauptbahnhof - zwei Verletzte

Das beschädigte Entsorgungsfahrzeug und der Personenzug nach dem Unfall in der Vorstellgruppe Süd. Foto: Bundespolizei

Am Montagabend ist es in der Nähe des Hauptbahnhofs zu einem Unfall gekommen. Ein Entsorgungsfahrzeug ist dabei mit einem Personenzug zusammengestoßen – zwei Personen wurden verletzt.

 

München - Wie die Bundespolizei berichtet, ist es am Montagabend auf dem Betriebsgelände der Deutschen Bahn (DB), westlich des Hauptbahnhofs, zu einem Unfall gekommen. In der Vorstellgruppe Süd, zwischen der Donnersberger- und Hackerbrücke (auf Höhe der Landsberger Straße 66), kollidierte ein Entsorgungsfahrzeug mit einem Personenzug.

Der 45-jährige Fahrer des Entsorgungsfahrzeugs wollte noch vor dem rangierenden Zug die Gleise an einem Übergang überqueren. Als er jedoch erkannte, dass der Zug zu schnell näher kam, leitete er eine Schnellbremsung ein. Auch der Zug, der rückwärts rangierte, bremste noch ab. Jedoch vergeblich: Es kam zum Zusammenstoß.

Der Zug schleifte das kleine Fahrzeug etwa acht Meter mit, ehe es schließlich zwischen zwei Gleise auf die Seite kippte. Der Fahrer erlitt durch den Unfall eine klaffende Platzwunde im Kopf, sein 30 Jahre alter Beifahrer klagte über Kopfschmerzen. Beide wurden von Sanitätern vor Ort versorgt. Der 45-Jährige kam zudem zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus.

Keine Passagiere im Personenzug

Am Entsorgungsfahrzeug entstand nach ersten Ermittlungen ein Totalschaden, es war nicht mehr fahrbereit und musste geborgen werden. Zudem wurden durch den Unfall sieben Meter Schienenstrang beschädigt. Der erste Waggon des Zugs wurde leicht beschädigt. Ein Mitarbeiter der Bahn schätzt den entstandenen Sachschaden laut Bundespolizei auf mehrere 10.000 Euro.

Der Personenzug war ohne Reisende unterwegs. Kurz zuvor war der EC aus Italien in München angekommen. Danach sollte er als Leerfahrt in die Abstellung rangiert werden. Die beiden Rangierer im Zug (55, 58) wurden nicht verletzt.

Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.

 

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