Entführung abgebrochen Kidnapper entführen Würth-Sohn - und lassen ihn wieder frei

Der Sohn von Schrauben-Milliardär Reinhold Würth ist in Osthessen entführt worden, nach kurzer Zeit aber wieder freigekommen. Die Polizei sicherte den Familiensitz "Hofgut Sassen" in Schlitz. Foto: dpa

Reinhold Würth zählt zu den reichsten Deutschen. Sein Sohn wurde am Mittwoch Opfer einer Entführung - er kam aber nach wenigen Stunden wieder frei. Nun fahndet die Polizei nach den Kidnappern.

Künzelsau - Unbekannte haben den Sohn von Schrauben-Milliardär Reinhold Würth in Hessen entführt, ihr Opfer aber später wieder freigelassen. Der 50-Jährige, der in einer Wohngemeinschaft für behinderte Menschen im osthessischen Schlitz lebt, sei wohlbehalten zurück, berichtete das Unternehmen am Donnerstag im baden-württembergischen Künzelsau bei Heilbronn. Zuvor hatte "Bild.de" über den Fall berichtet.

Wie die Staatsanwaltschaft Gießen mitteilte, war der 50-Jährige am Mittwochmittag in Schlitz als vermisst gemeldet worden. Dort, etwas außerhalb der Kleinstadt, ist ein Therapiezentrum, in dem etwa 250 Menschen mit einer geistigen Behinderung leben.

"Wenig später erreichte die wohlhabenden Eltern der vermissten Person eine Lösegeldforderung in Millionenhöhe", so die Ermittler mit. Zu einer Geldübergabe sei es aber nicht gekommen. Der Entführte sei am Donnerstagmorgen in einem Waldgebiet bei Würzburg entdeckt worden. Weitere Details nannten Polizei und Staatsanwaltschaft zunächst nicht.

Nach dem Bericht von "Bild.de" verrieten die Kidnapper den Beamten überraschend, wo sich das Entführungsopfer befindet. Mehrere Medien berichteten am Donnerstag von einem Großeinsatz der Polizei in Osthessen. "Die Ermittlungen zu dem oder den Tätern dauern an", hieß es lediglich von Polizei und Staatsanwaltschaft. Das Areal rund um das abgelegene Anwesen der Wohngemeinschaft war weiträumig abgesperrt.

 

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