England feiert "Flickitarjan" Im Fliegen mit der Hacke: Das Video von Mchitarjans Traumtor

, aktualisiert am 27.12.2016 - 12:20 Uhr
Auf dem Flug zu seinem Traumtor: Henrich Mchitarjan im Spiel von Manchester United gegen den AFC Sunderland. Foto: imago

Am traditionellen Boxing Day baute Spitzenreiter FC Chelsea seine Siegesserie aus. Dem ehemaligen Dortmunder Henrich Mchitarjan gelang für Manchester United ein Traumtor.

London, Berlin - Henrich Mchitarjan hatte sich verschätzt. Und er stand hauchdünn im Abseits. Doch das alles hinderte den ehemaligen Dortmunder nicht daran, eines der schönsten Tore des Jahres zu schießen. Im Vorwärtsfallen traf der Armenier den Ball hinter seinem Rücken mit der Hacke perfekt - es war das dritte Tor für Manchester United beim 3:1 gegen den AFC Sunderland. Gleichzeitig war es der nächste Schritt bei Mchitarjans Aufstieg unter Teammanager José Mourinho.

"Das war das schönste Tor meines Lebens", sagte Mchitarjan: "Ich habe erwartet, dass der Ball vor mich kommt. Dann habe ich gemerkt, dass ich vor dem Ball bin. Das einzige, was ich dann machen konnte, war, die Hacke zu nehmen. Es hat geklappt." Mourinho ergänzte: "Das ist sehr wichtig für ihn. Ich bin sehr glücklich, dass er nach seiner Verletzung so zurückgekommen ist."

Trainer Mourinho hatte Mchitarjan bereits angezählt

Dabei schien Mchitarjan von Mourinho bereits als Flop abgestempelt worden zu sein. Der 27-Jährige wurde vom Portugiesen öffentlich angezählt, scheint aber inzwischen in England angekommen. Nicht erst seit seinem Treffer am Montag. Von "Mchitarjans Magie" schrieb die englische Tageszeitung The Guardian. Die Sun nannte den Armenier in "Flickitarjan" um. "Ich war sehr aufgeregt", sagte Mchitarjan, der bei seinem Treffer hauchdünn im Abseits stand: "Ich habe zum Assistenten geguckt. Als ich gesehen habe, dass er kein Abseits anzeigte, habe ich angefangen zu jubeln."

FC Cehlsea feiert den zwölften Ligasieg in Serie

Die Konkurrenten schießen zwar die schönsten Treffer, Spitzenreiter FC Chelsea siegt allerdings weiter und weiter. Das 3:0 gegen den AFC Bournemouth war der zwölfte Ligasieg in Serie. Vereinsrekord. Zur Bestmarke des FC Arsenal fehlt noch ein Sieg. Inzwischen hat das Team von Antonio Conte (46 Punkte) schon sieben Zähler Vorsprung auf Manchester City mit Teammanager Pep Guardiola und neun auf den FC Liverpool mit Jürgen Klopp. Für Liverpool stand am Dienstag noch das Spiel gegen Stoke City auf dem Programm. "Wenn ihr mich fragt: Ich hoffe, dass wir bis zum Ende der Saison alles gewinnen. Aber das wird natürlich nicht einfach.

Zwölf Spiele in Serie zu gewinnen, ist in dieser Liga nicht einfach", sagte Chelseas Conte: "Für mich ist es allerdings nur wichtig in Bezug auf die Tabelle. Unsere Position ist jetzt fantastisch. Der Rekord ist nicht wichtig, wenn du am Ende nichts in der Meisterschaft erreichst." Eins hat Chelsea allerdings jetzt schon geschafft: Die Konkurrenten sind in einer Position, in der sie sich eigentlich keine Ausrutscher mehr erlauben dürfen.

"Wenn ein Team zwölf Spiele in Folge gewinnt, ist es egal, ob du sieben oder zehn Punkte dahinter bist", sagte Guardiola, der mit City 3:0 bei Hull City gewann. Die zweite Saisonhälfte sei nun "wie ein Finale", betonte der ehemalige Bayern-Trainer. Das wird es auch für Überraschungsmeister Leicester City - allerdings mit völlig anderen Vorzeichen. Das Team von Claudio Ranieri verlor 0:2 beim FC Everton und steht nur noch drei Punkte vor den Abstiegsrängen. Mit einer besonderen Aktion protestierten dabei die Leicester-Fans gegen die Drei-Spiele-Sperre ihres Stürmers Jamie Vardy. Rund 30.000 Anhänger setzten sich gegen Everton Masken mit dem Konterfei des Nationalspielers auf. Vardy quittierte die Aktion mit einem Lachen - und tat es den Fans gleich.

 

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