Energiepolitik Zeil widerspricht Ministerpräsident Seehofer

Bayerns Ministerpräsident Martin Zeil (FDP). Foto: Lukas Barth/dapd

In Sachen Energiepolitik distanziert sich Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU). 

 

München - Die schwarz-gelbe Koalition in Bayern steuert auf einen neuen Konflikt in der Energiepolitik zu. Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) geht auf Distanz zum Koalitionspartner CSU und widerspricht Ministerpräsident Horst Seehofer in zentralen Fragen. „Die Vorstellung, dass Bayern wie früher mit der Kernkraft vollkommen autark sein wird, halte ich nach der Energiewende für überholt“, sagte Zeil der „Süddeutschen Zeitung“ (Montag).

Seehofer hatte wiederholt geäußert, dass er eine unabhängige Energiepolitik für Bayern anstrebe. Auch Seehofers Plan, den Freistaat mit einer Offensive beim Ausbau von Biogasanlagen von Stromimporten unabhängig zu machen, beurteilt Zeil kritisch: „Durch solche Ankündigungen darf man nicht von den eigentlichen Problemen ablenken. Wir brauchen Reserve-Kraftwerke. Biogasanlagen reichen nicht.“ Nach Ansicht Zeils gehört die Energiewende zu den wahlentscheidenden Themen bei der Landtagswahl im kommenden Jahr. 

 

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