Energiecampus Nürnberg Forschen für die Zukunft

Nach der Unterschrift fließen 50 Millionen Euro: die Wissenschaftler Heinz Gerhäuser, Michael Braun, Karl-Dieter Grüske, Lothar Frey und Christoph Brabec (vorne, v. li.) und EnCN-Boss Wolfgang Arlt mit den Politikern Wolfgang Heubisch, Horst Seehofer, Martin Zeil, Markus Söder und Roland Fleck (hi. v. li.). Foto: bayernpress.com

NÜRNBERG Bayern will möglichst schnell aus der Atomenergie aussteigen. Damit im Freistaat trotzdem die Lichter nicht ausgehen, sollen 400 Wissenschaftler in Nürnberg die Energie der Zukunft erforschen. 50 Millionen Euro ist das Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) wert.

 

Mit diesem Betrag schiebt die Staatsregierung den Energiecampus Nürnberg EnCN an. Die neue Forschungseinrichtung ist das größte Teilprojekt des Strukturpakets, das mit insgesamt 115 Millionen Euro die Folgen der Quelle-Pleite für den Großraum abfedern soll. Drei Jahre lang wurde an der Struktur der neuen Denkfabrik getüftelt. Die Uni Erlangen-Nürnberg, die Ohm-Hochschule, die Fraunhofer-Institute für Integrierte Schaltungen (IIS) und Integrierte Systeme (IISB) sowie das Zentrum für Angewandte Energieforschung (ZAE) arbeiten hier zusammen.

Im Dialog über alle Fachgebiete hinweg sollen so neue Lösungen gefunden werden. Noch sucht EnCN-Boss Prof. Wolfgang Arlt allerdings das gemeinsame Dach, unter dem die Wissenschaftler künftig arbeiten werden. Eigentlich wäre er gerne aufs ehemalige AEG-Gelände in Nürnberg gezogen: „Doch jetzt muss alles europaweit ausgeschrieben werden.“

Das dauert. Bis Ende des Jahres will Arlt, der zudem nochmals 50 Millionen Euro Drittmittel für die Forschung eintreiben will, eine möglichst günstige Bleibe gefunden haben. „Denn die Miete geht voll von unserem Forschungsetat ab.“

Was der Energiecampus leisten wird, lesen Sie in Ihrer AZ-Print-Ausgabe am 11.5.
 

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