Energie sparen Dämmung der Kellerdecke

Verbesserter Wohnkomfort und preisgünstige Energiesparmaßnahme: Polier Andreas Donath dämmt mit Steinwollplatten eine Kellerdecke. Foto: dpa
 

Sie ist nachträglich möglich und man kann fünf bis sieben Prozent Energie einsparen.

Kalte Füße gehören im Erdgeschoss eines älteren Hauses mit einem nicht beheizten Keller dazu. Abhilfe schafft die Dämmung der Kellerdecke, die auch nachträglich gemacht werden kann. Sie verbessert den Wohnkomfort und ist eine schnelle und preisgünstige Energiesparmaßnahme. „Damit kann je nach Gebäude eine Gesamtenergieersparnis von rund fünf bis sieben Prozent erreicht werden“, sagt Achim Fischer, Energieexperte der Verbraucherzentrale. Anders als etwa bei der Dämmung der Fassade geht das Abdichten der Kellerdecke ohne viel Aufwand.

„Die Kellerdeckendämmung kann ohne Gerüst, zu jeder Jahres-, Tages- und Nachtzeit und bei Bedarf auch nur in einzelnen Räumen durchgeführt werden“, erläutert Arnold Drewer, Geschäftsführer des Privatwirtschaftlichen Instituts für preisoptimierte energetische Gebäudemodernisierung. „Am Hausäußeren wird nichts verändert, so dass ich keine ästhetischen Vorgaben berücksichtigen muss.“ In vielen Fällen können geübte Heimwerker die Arbeit sogar selbst übernehmen. Aber viele dämmen die Kellerdecke nicht – was daran liegen kann, dass man nicht dazu aufgefordert wird. Das ist nicht wie die Dämmung der obersten Geschossdecke gesetzlich vorgeschrieben. Wer die Kellerdecke eines Wohngebäudes freiwillig dämmt, muss darauf achten, dass das Material für eine geringe Wärmeleitfähigkeit sorgt. Diese gibt der Wärmedurchgangskoeffizient an, auch U-Wert genannt. Er darf maximal 0,3 Watt pro Quadratmeter und Kelvin erreichen. Um einen Zuschuss aus dem Programm 430 der staatlichen KfW-Förderbank zu erhalten, darf der U-Wert höchstens 0,25 Watt pro Quadratmeter und Kelvin betragen.

Für gerade Kellerdecken mit wenigen Rohrleitungen bieten sich Dämmplatten an – wenn die Decke möglichst eben ist. Sonst kann es zu Wärmeverlusten kommen, erklärt Fischer. Drewer rät zu Platten aus Polyurethan oder Phenolharz. „Aufgrund ihrer hervorragenden Wärmeleitfähigkeit können sie in geringer Dicke verarbeitet werden.“ Das ist gut, denn eine niedrige Raumhöhe und knappe Anschlüsse für Türen und Fenster lassen oft kaum Spielraum. Polyurethan und Phenolharz gehören zu den Baustoffklassen B1 und B2, die als schwer oder normal entflammbar gelten. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass sich toxische Gase bilden. „Im Heizungskeller und bei Fluchtwegen in Mehrfamilienhäusern dürfen keine brennbaren Stoffe verwendet werden“, sagt Fischer. Dort sind Platten aus Steinwolle eine gute Alternative. Dämmplatten werden mit Klebespachtel oder mit Dübeln festgemacht. Wer klebt, braucht einen trockenen, sauberen und tragfähigen Untergrund. „Um das zu testen, nimmt man den Kleber, spachtelt Gittergewebe hinein und lässt das Ganze trocknen“, erklärt Thomas Weber vom Verband Privater Bauherren. „Wenn es sich leicht runterreißen lässt und Farbreste hängen bleiben, dann ist der Untergrund nicht tragfähig.“ Die Alternative ist das Dübeln. Damit keine Wärmebrücken entstehen, muss man die Platten dicht und lückenlos befestigen.

 

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