Endstation Hauptbahnhof Na sowas, es gibt Geld zurück!

Immerhin den Wert einer Monatskarte zahlt die Werdenfelsbahn jetzt als Entschuldigung für das Chaos seit der Fahrplanumstellung - im Fall der Autorin sind das 170 Euro. Foto: dpa

Hier schreiben AZ-Redakteure über Glanz und Elend des Pendler-Lebens. Heute: Hurra, ein Geschenk!

 

Hauptbahnhof - Es geschehen Zeiten und Wunder: Die Bahn entschuldigt sich - mit einer sehr handfesten Geste. Zum Fahrplanwechsel hat die Werdenfelsbahn (München-Mittenwald) den Fahrplan radikal umgestellt. Jetzt fahren viel mehr Züge als früher (was schön ist). Bedauerlicherweise auch viel störanfälligere als früher (was nicht so schön ist), nämlich vom berüchtigten Typ "Talent2", auch als Elend2 bekannt. Das hat zu allerlei Unzulänglichkeiten wie Zugausfällen und Verspätungen geführt.

Aber, und jetzt kommt's: Es tut der Bahn wirklich leid, und sie versucht ernsthaft, es wieder gutzumachen. Deswegen wird jetzt allen Besitzern einer Pendler-Abo-Karte als Entschädigung der Preis für einen Monat erstattet. Extra-Antrag ist nicht nötig, das Geld kommt von alleine aufs Konto. Macht in meinem Fall immerhin rund 170 Euro. Das ist schon eine ordentliche Summe. Und den Fehler hätten sie jetzt auch gefunden (hoffentlich war es der einzige): Irgendwas sei falsch verdrahtet gewesen in den Talents.

Im Sommer gab's schon mal ein kleines Geschenk, als die Strecke zwischen Tutzing und Weilheim weggschwommen war mit dem Hochwasser. Für drei Wochen Schienenersatzverkehr gab's damals einen Krimi und zwei Brotzeitgutscheine, dabei konnte die Bahn gar nicht mal so viel dafür, dass es geregnet hat. Aber die 170 Euro jetzt sind schon echt ein feiner Zug.

 

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