Start von Staffel fünf "Die Höhle der Löwen": Mega-Deal schon in der ersten Folge!

Friseurmeister Frank Brormann zeigt "Calligraphy Cut" Foto: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Sechs Investoren treffen auf hoffnungsvolle Gründer: In der ersten neuen Folge der "Höhle der Löwen" ging es direkt hoch her.

Deutschlands Gründer dürfen wieder hoffen, während die TV-Zuschauer mitfiebern: Am Dienstag ging "Die Höhle der Löwen" endlich in ihre fünfte Staffel. In der spannenden Auftaktfolge gab es bereits den ersten absoluten Mega-Deal und einen Rekord zu sehen.

Der Staubsaugerfilter "Catch Up"

"Ich möchte ihn leben, den Traum vom jungen Erfinder, zum erfolgreichen Gründer in der 'Höhle der Löwen'", erklärte der 20-jährige Tobias Gerbracht und versuchte souverän die "Löwen" für sich zu gewinnen. Der Student, der zwei Mal bei "Jugend forscht" gewonnen hat, präsentierte einen Staubsaugeraufsatz mit Filterfunktion, der auf fast jeden Staubsauger passen soll. Von den Investoren forderte er 100.000 Euro für 35 Prozent der Unternehmensanteile. Auch diesmal sind als "Löwen" wieder Judith Williams (45), Carsten Maschmeyer (59), Frank Thelen (42), Ralf Dümmel (51), Dagmar Wöhrl (64) und Dr. Georg Kofler (61) am Start. Dieser teilt sich seinen Platz mit Williams, für die er in der vierten Staffel schon eingesprungen war.

Der Präsentation seines Prototypen von "Catch Up" folgte die Runde gespannt. Seine Oma habe Gerbracht auf die Idee gebracht, weil er ihr vor rund zwei Jahren einen aufgesaugten Ohrring aus einem Staubsaugerbeutel fischen sollte. So etwas soll mit dem "Catch Up" nicht mehr nötig sein. Der Aufsatz sorgt dafür, dass Staub und Dreck im Beutel landen, während größere Teile in einen Auffangbehälter wandern. Der Markt ist groß: Laut Angaben des jungen Erfinders nutzen derzeit rund 36 Millionen Haushalte alleine in Deutschland einen Bodenstaubsauger.

"Sie sind klasse", meinte Maschmeyer, der gerne sein "Gründer-Vater" sein wolle - zu den geforderten Konditionen. Auch Dümmel zeigte sich äußerst interessiert. "Ich bin Ralf. Du musst dich an den Namen gewöhnen", denn die beiden passten seiner Ansicht nach perfekt zusammen. "Ich fall' um, wenn du dich nicht für mich entscheidest", warb Dümmel. Williams, Wöhrl und Thelen, der den Gründer als einen "Leuchtturm, für das, was wir in Deutschland brauchen" bezeichnete, waren allerdings raus. Gerbracht entschied sich schließlich für Dümmel und wurde damit zum bisher jüngsten Bewerber, der einen Deal mit einem "Löwen" eingehen konnte. Rekord!

"Jacky F.": Jackfrucht aus der Dose

Ihre Idee hatte Julia Huthmann aus der Nähe von Hamburg in Sri Lanka. Dort lernte sie die Jackfrucht kennen, die sie nun als "kulinarische Sensation" präsentierte. Unter dem Namen "Jacky F." verkauft die Geschäftsfrau eben diese Jackfrucht in der Dose, die rund zwei Jahre halten sollten. Um die Vielseitigkeit des Produkts zu präsentieren, hatte sie das kalorienarme Fruchtfleisch, das sich perfekt für die vegetarische und vegane Küche eignen soll, in unterschiedlichen Varianten angerichtet - darunter als Frikadelle, Wrap und Brotaufstrich.

"Das kommt einer Frikadelle schon sehr nah", meinte Thelen, der Geschmack und Konsistenz ganz erstaunlich fand. 260.000 Euro für zehn Prozent der Unternehmensanteile forderte Huthmann, die im Vorhinein auch erklärt hatte, dass sie gerne mit Thelen ein Geschäft eingehen würde. Während Kofler für 35 Prozent der Anteile einsteigen wollte, bot Thelen nach kurzer Verhandlung die geforderte Summe für 25 Prozent. Die Gründerin entschied sich schließlich gegen einen Deal, weil sie nicht dazu bereit war, über 20 Prozent zu gehen.

Intelligente Wände mit "Volatiles"

Tiziana Kleine und Florian Nübling "katapultieren antikes Baumaterial ins 21. Jahrhundert", wenn es nach ihrer Präsentation geht. Das Team aus Berlin zeigte mit "Volatiles" Module, aus denen sich eine Wand aus Mosaiksteinen bauen lässt, die nicht nur Licht spenden, sondern auch bewegte Lichtszenen darstellen kann. Per App lassen sich die angezeigten Farben problemlos je nach Wunsch ändern. Da die Technik hinter alledem zudem berührungssensitiv ist, lässt sich auf den Teilen beispielsweise auch malen. Ohne Smartphone kann die Wand ebenso benutzt werden.

Besonders Williams zeigte sich von der Präsentation angetan. Sie hielt das Produkt für "extrem innovativ und äußerst kreativ". Das Team zeigte mit "Volatiles" allerdings keine Lösung für den Massenmarkt: Zwar wird "Volatiles" in kleineren Modulen verkauft, der Quadratmeter kostet hochgerechnet aber rund 4.800 Euro. Deutschland ist auch nicht der Hauptzielmarkt, der eher im Nahen Osten liegt. Zudem könnte im Yachtbau ein großer Markt für das auf der Welt bisher einzigartige Produkt zwischen Lichtquelle und Glasmosaik liegen.

500.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile waren gefordert, doch Dümmel, Williams, Thelen und Wöhrl waren raus. Maschmeyer zeigte sich durchaus interessiert, die beiden Gründer sollten sich allerdings noch einmal besprechen und ihm ein besseres Angebot unterbreiten. Schließlich kam der Deal zum geforderten Betrag im Gegenzug für 20 Prozent der Anteile zusammen.

"Swedish Fall": Sportbekleidung für Cheerleader

Silja und Lara Stallbaum, Jonas Detlefsen und Marius Krüger setzen mit ihrem jungen Unternehmen auf Sportbekleidung für Frauen - besonders für Cheerleaderinnen. Unter dem Label "Swedish Fall" gibt es Tops, Leggings, Shorts und mehr, die unter anderem dank strapazierfähigem Material besonders für die Anforderung beim harten Training ausgelegt sind. "Was ist Cheerleading", fragte Thelen, der zusammen mit den anderen "Löwen" selbstverständlich eine imposante Einlage mehrerer Cheerleaderinnen präsentiert bekam.

Für 180.000 Euro wollte das Vierergespann 15 Prozent seiner Geschäftsteile abtreten, doch die Investoren waren skeptisch. "Baut nicht zu viel Sortiment auf. Seid praktisch, seid anders", riet Williams, bevor sie ausstieg. Auch Dümmel folgte. Wöhrl konnte unterdessen absolut nicht verstehen, warum man eine Firma für solch einen "Nischenmarkt" gründe. So klein sei der Markt allerdings gar nicht, erklärte das Start-up. Weite man das Ganze auf Akrobatik und Co. aus, habe man alleine in Deutschland rund vier Millionen potenzielle Kundinnen. Außerdem suchten die vier die Hilfe der "Löwen", um eben aus der Nische auszubrechen. Trotzdem wollte kein Investor einsteigen.

Die Haar-Revolution von "Calligraphy Cut"

Friseurmeister Frank Brormann aus Münster stellte seinen "Calligraphy Cut" vor. Mit seinem von ihm entwickelten "Calligraphen" wolle er "eine Revolution starten" und "Fußstapfen auf diesem Planeten hinterlassen". Das neuartige Gerät, das eine herkömmliche Schere ersetzen soll, klang wie ein kleines Wunderwerk. Brormann versprach, dass Haare nach einem Schnitt mit dem "Calligraph" nicht mehr splissen, viel einfacher stylebar sind, mehr Haarpflegemittel aufnehmen können, mehr Licht reflektieren, sich weicher anfühlen und die Frisur bei Frauen, der Kernzielgruppe, doppelt so lange halte.

Williams erklärte sich bereit, als Versuchskaninchen zu dienen und schien den Unterschied zu einem normalen Haarschnitt tatsächlich zu merken. Dümmel lobte Brormann zwar, verabschiedete sich jedoch bald aus den folgenden Verhandlungen. Bei den anderen vier "Löwen" hatte sich aber eine Art Hype entwickelt. "Du flashst mich hier gerade wirklich, als Typ und Unternehmer", urteilte Thelen. Der Friseurmeister wusste auch genau, wie er sein Produkt an den Investor bringen konnte. "Das ist der Tesla der Friseuerbranche", erklärte Brormann, woraufhin Thelen 500.000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile bot. Der Gründer hatte für diesen Betrag zunächst 20 Prozent angeboten. Williams wäre zu den gleichen Konditionen dabei.

"Und wie überbieten wir jetzt den Frank?", fragte Maschmeyer im Gespräch mit Wöhrl, die vor allem Frauen dazu bringen wollte, dass sie nur noch zu Friseuren gehen, die "Calligraphy Cut" benutzen. Das Getuschel rief auch Williams und Dümmel auf den Plan, die nun ebenfalls miteinander sprachen. "Wir können ihm super Produkte bauen", erzählte sie, schließlich ist sie fest im Beauty-Bereich verwurzelt.

Dann ließen Maschmeyer und Wöhrl die Bombe platzen: Für 25 Prozent der Anteile wollten sie zusammen eine Million Euro bieten - davon 500.000 Euro für Fernsehwerbung und dergleichen und 500.000 Cash. Außerdem wollten sie später das Angebot weiter aufstocken, falls er mehr "Working Capital" brauche. "Mir wird schlecht", meinte der Friseurmeister aufgeregt, bevor auch Williams und Thelen insgesamt eine Million Euro für 25 Prozent boten. Die beiden machten jedoch klar, dass sie zusätzlich ein Haarpflegeprodukt im Namen Brormanns entwickeln wollen, um die Haarspitzen zu versiegeln. Der Gründer ließ sich davon überzeugen und ging den Mega-Deal schließlich mit Thelen und Williams ein.

 

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