Ende der Playoffträume EHC: Das Nichts-Spiel

 Foto: AZ Sportredaktion

Der EHC verspielt seine letzte Playoff-Chance und geht in Iserlohn mit 3:7 unter. Bochanski: „Wir haben es am Ende auch nicht verdient“

 

Iserlohn - Wunder lassen sich eben nicht erzwingen. Schon gar nicht, wenn man sich zuvor in eine Position gebracht hat, in der einem nur noch ein Wunder helfen kann.
Durch fünf Niederlagen in den letzten sechs Spielen hätte der EHC den Einzug in die Playoffs nur noch mit fremder Hilfe schaffen können. Daher hatte Manager Christian Winkler das zweitletzte Spiel der regulären Saison bei den Iserlohn Roosters zum Alles-oder-nichts-Spiel erhoben. Die Antwort ist kurz, knapp, schmerzhaft und desillusionierend: nichts.

Der EHC, der beide Spiele hätte gewinnen müssen, verlor in Iserlohn mit 3:7 und ist damit endgültig aus dem Playoffrennen eliminiert. „Wir haben anfangs wie die Wilden gekämpft. Jetzt bin ich sehr traurig, dass die Saison für uns bereits endet“, sagte Coach Pat Cortina. Das Saisonabschlussspiel am Sonntag gegen Hamburg (14.30 Uhr, Olympiaeishalle) hat keine sportliche Bedeutung mehr.

EHC-Geschäftsführer Jürgen Bochanski resümierte: „Vergangene Saison hatten wir 76 Punkte, das hat für die Playoffs gereicht, das hätte auch jetzt gereicht. Aber wir haben die Punkte nicht. Daher muss man auch ehrlich sagen: Wenn man das nicht schafft, hat man es am Ende auch nicht verdient.“

Dabei hatte der EHC so losgelegt, wie sich Coach Pat Cortina das vorgestellt hatte. Stürmer Ulrich Maurer, der schon vier der letzten fünf EHC-Tore erzielt hatte, mit dem 1:0!
Elf Minuten durfte der EHC an das Wunder glauben, dann war es Robert Hock, der Sebastian Elwing zum 1:1 überwand (16.). In der 20. Minute gelang Christian Wichert das 2:1. Der EHC spielte auf, hatte mehrere Großchancen zum 3:1. Doch in der 28. Minute, der EHC hatte gerade die 24. Überzahl in Serie nicht zum Torerfolg nutzen können, der Ausgleich durch Michael Wolf. Fünf Minuten später der sportliche Todesstoß fürs Cortina-Team. Erst musste Felix Petermann auf die Sünderbank, gleich danach folgte Jens Olsson wegen Spielverzögerung (!).

Die 3:5-Unterzahl dauerte nur 18 Sekunden – das 3:2 durch Colton Fretter. Weitere 23 Sekunden später das 4:2 durch abermals Wolf. Mike Kompon verkürzte noch zum 4:3 (44.). Doch in der 51. schoss Fretter das 5:3. Es folgte die Höchststrafe. München in Überzahl, aber das Tor macht Iserlohn. 6:3 wieder durch Wolf (55.). Das 7:3 durch Dave Spina (59.) war nur noch die letzte schallende Ohrfeige für den EHC.

 

3 Kommentare