Ende der Friedenspflicht Erste Metall-Warnstreiks in Bayern

Im Tarifstreit für die bayerische Metall- und Elektroindustrie will die IG Metall in der Nacht zu Sonntag mit ersten Warnstreiks beginnen.

 

München – Unmittelbar nach dem Ablauf der Friedenspflicht am Samstag um Mitternacht sind kleinere Aktionen in mehreren bayerischen Betrieben geplant. In München wollen Beschäftigte des Elektronikkonzerns TDK mit Fackeln vor das Werkstor ziehen.

In Augsburg ist ein Warnstreik bei MAN Diesel geplant, an dem auch der Landeschef der IG Metall, Jürgen Wechsler, teilnehmen will. Auch in Pfronten im Allgäu und in Ingolstadt sind Beschäftigte zu Protestaktionen aufgerufen.

Richtig anlaufen soll die Warnstreikwelle aber erst Mitte kommender Woche. Die Gewerkschaft fordert für die 755 000 Beschäftigten in Bayern 6,5 Prozent mehr Geld, die Übernahme aller Auszubildenden und die Beschränkung der Leiharbeit.

Die Arbeitgeber boten 3 Prozent mehr Geld für 14 Monate. Die nächste Verhandlungsrunde der Tarifpartner ist für den 10. Mai geplant. Der Hauptgeschäftsführer des Verbands der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie (vbm), Bertram Brossardt, hatte die geplanten Warnstreiks scharf kritisiert.

Das Angebot der Arbeitgeber sei ausgewogen und trage der Lage der Industrie Rechnung. „Es kann nicht sein, dass die IG Metall darauf derart destruktiv reagiert und ihre einzige Antwort darauf Warnstreiks sind.“

 

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