Empörung über Starkbieranstich Hälfte des Stadtrats nicht auf den Nockherberg eingeladen

Für die bayrische Politprominenz jedes Jahr ein Pflichttermin: Das Derblecken am Nockherberg. Foto: imago

Eine Einladung für den Starkbieranstich des Paulaner am Nockherberg zu erhalten, ist nicht gerade einfach. In diesem Jahr nicht einmal mehr für Politiker. Etwa die Hälfte der Stadtratsmitglieder wurde nicht eingeladen.

 

München - Eine Tradition in der Fastenzeit: der Starkbieranstich im Paulaner am Nockherberg. Vom Bayrischen Rundfunk übertragen, hat die Veranstaltung bei der Münchner Politprominenz einen festen Platz im Kalender. Das dürfte sich dieses Jahr ändern. Denn Paulaner hat für das "Derblecken" am 8. März selektiert – und das führt zu einer Menge Empörung im Münchner Stadtrat.

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, wurden die Fraktionsvorsitzenden im Rathaus standesgemäß eingeladen, die 40 Mitglieder des Wirtschafts- und Planungsausschusses allerdings nicht. Das betrifft also rund die Hälfte der Mitglieder des Stadtrates.

Das Brauhaus begründet die Entscheidung damit, von Jahr zu Jahr die Einladungsliste zu überarbeiten.

In diesem Jahr wäre neben der Stadtspitze und den Fraktionsvorsitzenden für die Fraktionen eine bestimmte Anzahl an Plätzen verteilt worden.

Insgesamt 560 Einladungen verschickt Paulaner für den Starkbieranstich. Schon im vergangenen Jahr hatten sich die Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Sozialministerin Emilia Müller über die angeblich frauenfeindliche Rede der "Mama Bavaria" aufgeregt und angekündigt, das Spektakel nicht mehr zu besuchen.

 

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