Emotionaler Gerichtsprozess BVB-Keeper Bürki: Schlafstörungen nach Anschlag

Noch heute schreckhaft: Roman Bürki Foto: imago/Eibner

BVB-Torwart Bürki sagt im Prozess um den Bombenanschlag auf die Mannschaft von Borussia Dortmund aus. Er berichtet von Schlafstörungen und Momenten, in denen er heute schreckhaft ist. Auch Guerreiro hat bei seiner Aussage Probleme.

Dortmund - Im Prozess um den Bombenanschlag auf die Mannschaft von Borussia Dortmund hat das Landgericht am Mittwoch mit der Befragung weiterer Fußballprofis als Zeugen begonnen. Torwart Roman Bürki sagte: "Wir haben einen lauten Knall gehört, am Anfang habe ich gedacht, ein Reifen wäre geplatzt."

Bürki hat unter Schlafstörungen gelitten

Nach dem Attentat vom 11. April 2017 sei er enorm schreckhaft gewesen und habe unter Schlafstörungen gelitten. Teilweise sei er bis heute beeinträchtigt, sagte der 27-Jährige. Wenn jemand hinter seinem Rücken etwas auf den Boden fallen lasse, zucke er zusammen und werde wütend. Der Angeklagte Sergej W. hat im Prozess vor dem Dortmunder Landgericht die Tat gestanden.

So emotional spricht Raphael Guerreiro über den Bombenanschlag

Mit Tränen in den Augen hat Mannschaftskollege Raphael Guerreiro ausgesagt. "Es ist für mich sehr schwierig, darüber zu sprechen", sagte der Abwehrspieler am Mittwoch und wischte sich mit der Hand über die Augen. Das Angebot, die Befragung für eine kurze Zeit zu unterbrechen, um sich zu sammeln, lehnte Guerreiro aber ab. Im Moment der Bombenexplosionen am 11. April 2017 habe er große Angst verspürt, sagte er weiter. Niemand habe gewusst, was noch passieren würde. Die ganze Mannschaft sei sehr schockiert gewesen.

 

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