EM-Partie gegen Polen Neuer, Boateng und Hummels: Alle gegen Lewy

Kennen sich bestens: Die Bayern-Profis Lewandowski und Boateng. Foto: dpa

Der Top-Stürmer trifft mit Polen auf den DFB – und seine Klubkollegen Boateng und Neuer. Ist Bald-Bayer Hummels fit für die Startelf?

 

Paris - Was weiß Cathy Hummels? Die 28-jährige Ehefrau von Bald-Bayer Mats Hummels zeigte bei Instagram ein Foto, auf dem sie die Arme in die Luft streckt und schrieb: „Ab Spiel Nummer zwei kann ich dann auch endlich live zusehen. Ich übe schon mal den Torjubel.“ Falls man das überhaupt trainieren muss.

Nun ja. Ihr Mann wird im Kader für das zweite EM-Gruppenspiel der Nationalelf gegen Polen (21 Uhr, ZDF live) sein. Ob er 26 Tage nachdem er im Pokalfinale gegen den FC Bayern, seinem letzten Spiel im BVB-Trikot, einen Muskelfaserriss in der Wade erlitten hat, von Beginn an spielen wird, ist noch offen. Ob schon gegen die Polen oder erst am 21. Juni gegen Nordirland – Hummels wird bei dieser EM noch der Nachbar von Jerome Boateng in der Innenverteidigung werden.

Bei Bayern künftig sowieso. „Wenn Mats Hummels fit ist, haben wir das beste Innenverteidiger-Paar der Welt“, sagte Bayerns Ehrenpräsident Franz Beckenbauer bei „bild.de“.

Alle kontra Robert

Was aber macht Bundestrainer Joachim Löw? Schließlich geht es am Donnerstag im „Stade de France“ von Paris Saint-Denis gegen einen der besten Mittelstürmer der Welt, gegen Robert Lewandowski. Der Torschützenkönig der Bundesliga im Duell mit dem zentralen Defensiv-Trio des künftigen FC Bayern. „Lewy“ gegen das Dreieck aus Torhüter Manuel Neuer plus Boateng und Hummels. Drei gegen einen. Alle kontra Robert.

„Das ist kein Vor- oder Nachteil in meinen Augen – weder für ihn noch für mich. Er kennt mich und ich kenne ihn“, sagte Boateng am Dienstag und betonte: „Wir kennen Polen gut. Sie haben gute Leute in der Offensive – nicht nur Lewandowski.“ Aber vor allem ihn. Der Mittelstürmer ist das Aushängeschild der „Bialo-Czerwoni“ (der Weiß-Roten), Kapitän und Hoffnungsträger.

Das Achtelfinale oder gar mehr ist dank Lewys Toren Ziel der Auswahl. Mit einem Sieg gegen die DFB-Elf wäre sogar Gruppenplatz eins in Reichweite.

Man kennt sich. Im Training an der Säbener Straße rasselten Boateng und Lewandowski im Mai 2015 nach einem Zweikampf einmal zusammen, gingen schimpfend aufeinander los. Pep Guardiola schickte die Streithähne in die Kabine. Alles halb so wild. „Im Training ist es normal, dass es auch mal scheppert. Wir spielen Fußball, das ist ein Kontaktsport, entsprechend geht es auch mal härter zur Sache“, sagte Boateng.

"Nach dem Spiel ist alles wieder gut"

Vor dem EM-Duell meinte der Abwehrchef: „Wir wollen eben beide so gut wie möglich für unser Land spielen, das läuft aber insgesamt immer fair ab und nach dem Spiel ist dann alles wieder gut.“

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Wie auch Jérômes Rücken. Nach der akrobatischen Rettungstat gegen die Ukraine (Boateng im Netz, Ball nicht) meinte der fliegende Held vieler Twitter-Collagen: „Mein Rücken tut nicht mehr weh als nach anderen Spielen. Also bin ich gut gefallen.“

Bei zwei direkten Duellen in der EM-Qualifikation für diese Endrunde in Frankreich traf Lewandowski ein Mal gegen das Trio Neuer/Boateng/Hummels – beim 1:3 der Polen im September letzten Jahres in Frankfurt. Das 2:0 vom Oktober 2014 war eines der wenigen polnischen Länderspiele ohne Lewy-Tor (bisher 34 Treffer in 77 Partien).

Und wenn Cathy Hummels doch nichts weiß, weil erneut Vertreter Shkodran Mustafi, Torschütze beim 2:0 gegen die Ukraine, verteidigt? Dann kann sie ihrem Mats auf der Bank zuwinken – Polens Chancen stehen dann allerdings etwas besser.

 

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