Eklat im Stadtrat Wahl zum Umweltreferenten vertagt: Hollemann ein Abtreibungsgegner?

War der Favorit der Stadtrat-CSU: Markus Hollemann. Foto: Daniel von Loeper

Als neuer Gesundheitsreferent wäre Markus Hollemann auch für die Schwangerenberatung der Stadt zuständig. Kurz vor der Wahl am Mittwoch wird bekannt: Der ÖDPler gehört einer Vereinigung strikter Abtreibungsgegner an. Die Wahl wird vertagt.

 

München - Turbulente Stadtratssitzung am Mittwoch: Eigentlich sollte der von der CSU vorgeschlagene Markus Hollemann (ÖDP) am Vormittag zum neuen Umwelt- und Gesundheitsreferenten im Stadtrat gewählt werden. Wäre da nicht noch am späten Dienstagabend eine pikante Info um die Person Hollemann durchgesickert: Bei dem ÖDP-Mann soll es sich um einen strikten Abtreibungsgegner handeln.

Tatsächlich outet sich Hollemann auf seiner Homepage als Unterstützer des Vereins „Lebensrecht für alle“. In einem offiziellen Statement der Organisation werden Schwangerschaftsabbrüche ohne Umschweife in Verbindung mit Euthanasie gebracht.

Besonders pikant in der Causa-Hollemann: Als zuständiger Leiter des Gesundheitsreferats fiele auch die Beratungsstelle für Schwangere in seinen Verantwortungsbereich.

Nach Bekanntwerden der Informationen über Hollemann war die Aufregung im Stadtrat groß. Die Wahl wurde zunächst auf 12 Uhr verschoben. Dann die Nachricht: Die Wahl wird komplett vertagt.

Bürgermeister Josef Schmid sprach von offenen Fragen, die nun geklärt werden müssen. Ganz wohl sei ihm bei der Wahl nicht.

Neue Wahltermin soll der 04. März sein.

 

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