Der EHC Red Bull München steht nach dem 3:0-Auswärtssieg bereits im Achtelfinale der Champions League.

München - Eigentlich sind München und Salzburg durch 145 Kilometer und eine Ländergrenze getrennt, doch Mikhail Zakharov war die Namensähnlichkeit der beiden Eishockey-Filialen des Getränkeherstellers Red Bull – EHC Red Bull München und EC Red Bull Salzburg – dann doch zuviel der Herausforderung.

Der Trainer des weißrussischen Klubs Yunost Minsk meinte nach der 0:3-Heimpleite gegen Red Bull (München) am vierten Spieltag der Gruppe B der Champions League: "Sie sind ein starkes Team. Sie sind österreichischer Meister, sie haben das höchste Budget. Sie sind schwer zu schlagen."

CHL: Für EHC München geht's nur noch um Platz eins

Österreichischer Meister? Die Red Bulls aus München? Glückliche Münchner, verwirrte Minsker. Mit dem 3:0-Sieg in der weißrussischen Ferne, dem dritten Erfolg im vierten Spiel des Teams von Trainer Don Jackson in der Champions League, steht der EHC auch schon als Achtelfinalteilnehmer fest. In den beiden noch ausstehenden Begegnungen gegen den schwedischen Vertreter Malmö Redhawks am 9. (daheim) und 16. Oktober (auswärts) geht es jetzt nur noch um Platz eins in der Tabelle. (Lesen Sie hier: Meister-Torwart Leggio unterschreibt in Wolfsburg)

"Es ist wirklich toll, dass wir bereits in der K.o.-Runde sind", sagte Nationalverteidiger Konrad Abeltshauser, "aber jetzt wollen wir auch als Tabellenführer weiterkommen." Neuzugang und Topscorer Trevor Parkes mit seinem bereits sechsten Treffer in dieser Champions-League-Saison, Maximilian Kastner und Patrick Hager hatten die Tore für die Red Bulls (München) in Minsk erzielt und so den Sieg klar gemacht.

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EHC-Neuzugang Voakes: "Champions League hilft"

"Sie spielen um so vieles schneller als wir – und wir haben uns viel zu sehr nach hinten drängen lassen", gestand Minsk-Stürmer Mikhail Stefanovich. Vor allem die Defensive der Münchner stand gut. "Wir haben sehr konzentriert verteidigt", sagte dann auch Coach Jackson, "und unser Goalie Danny aus den Birken war zudem wirklich spektakulär. Alles in allem war es ein gutes Spiel des gesamten Teams."

Hinten nichts zugelassen, vorne getroffen – so kann es weitergehen für den EHC, der am Freitag (19.30 Uhr) in der Neuauflage des Finales der Vorsaison bei den Eisbären Berlin in die DEL-Saison startet.

"Ich freue mich darauf. Ich glaube, dass es der Mannschaft und gerade uns Neuen hilft, dass wir in der Champions League schon ein paar Spiele absolviert haben, in denen es um etwas geht", sagte Neuzugang Mark Voakes, "nur in solchen Spielen bekommst du ein richtiges Gefühl für deine Mitspieler. Das ist gut für Red Bull." München – nicht Salzburg.