"Einzig richtige Reaktion" Hausverbot für Löwen-Fan: Jetzt spricht Cassalette

, aktualisiert am 06.02.2017 - 17:55 Uhr
Peter Cassalette verteidigt das Hausverbot für Ivo H. Foto: Augenklick/Rauchensteiner

Die Aufregung um das Hausverbot für "Bonanza Franze" war groß. Jetzt hat sich Löwen-Präsident Cassalette geäußert - und den Rauswurf verteidigt.

 

München - Löwen-Präsident Peter Cassalette hat das Hausverbot für Ivo H. vielen besser bekannt als "Bonanza Franze" verteidigt. In einer Mitteilung des Vereins verteidigte Cassalette den Rausschmiss, allerdings sei H. nicht wegen seiner Kritik rausgeflogen.

Rassistische und sexistische Beleidigungen

"Wir verweisen keine Personen von unserem Trainingsgelände, nur weil sie sich kritisch äußern. Der TSV 1860 München steht für eine Vereinskultur der Vielfalt, in der alle Löwen Platz haben, ihre Meinung zu vertreten und dementsprechend für ihre Interessen sowie Gerechtigkeit zu kämpfen – und das in einer fairen Art und Weise. Was wir nicht akzeptieren sind rassistische, sexistische und persönliche Beleidigungen jeglicher Art. Im konkreten Fall  wurden diese wichtigen Grenzen aber eindeutig überschritten, was durch Zeugen belegt werden kann."

1860 stehe für eine freie und offene Meinungsäußerung, nicht aber für Intoleranz und Rassismus, so die Mitteilung weiter. Das Hausverbot für H. sei ob seines Verhaltens "die einzig richtige Reaktion" gewesen.

"Franze Bonanza" zeigte sich auf AZ-Nachfrage geschockt: "Ich arbeite täglich in einem Betrieb mit einem Ecuadorianer und einer Vietnamesin zusammen, habe kürzlich eine Veranstaltung der "Löwenfans gegen Rechts" besucht und keinerlei ausländerfeindliche Tendenzen."

Er wolle rechtliche Schritte prüfen.

 

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