Einzelkritik zur Europameisterschaft Nach EM-Aus im Halbfinale: Das DFB-Abschlusszeugnis

Schafften es in Frankreich bis ins Halbfinale – dann war in Marseille gegen den Gastgeber Schluss: Thomas Müller, Manuel Neuer und Jérôme Boateng (v.l.). Hier gibt's die DFB-Elf in der EM-Einzelkritik. Foto: dpa, GES und sampics / beide Augenklick

Topturnier von Boateng, eher schwache Leistung von Götze: Nach dem EM-Aus verteilt die AZ Noten an die deutschen Nationalspieler.

 

München - Sechs EM-Spiele – und nur drei Siege in regulärer Spielzeit. Auch das ist eine Seite der Turnier-Bilanz der Nationalelf. 0:0 gegen Polen, ein 1:1 nach 120 Minuten gegen Italien (dank des Elfmeterschießens weiter) und nun das Halbfinal-Aus mit dem 0:2 gegen Frankreich. 7:3 Tore in sechs Partien belegen, wo die Problemzone dieser deutschen Mannschaft liegt: vorne. Torgefahr und Durchschlagskraft bewiesen etwa die Franzosen mit bereits 13 Treffern. „Ein Vollstrecker hat gefehlt. Ähnlich wie ein Griezmann, der ein, zwei Chancen braucht und dann das Tor macht“, benannte Ex-Nationalelfkapitän Oliver Kahn das Kernproblem.

Der ehemalige Torhüter bemängelte im ZDF, dass die Dominanz und der hohe Ballbesitzanteil gegen Frankreich wertlos gewesen seien. „Wir spielen in der ersten Hälfte fantastischen Fußball, kommen aber nicht zum Abschluss. Die Mannschaft belohnt sich nicht dafür.“ Kahns Forderung: „Es ist wichtig, dass wir auch wieder Torjäger züchten.“ Ein Mario Gomez reicht eben nicht. Vor der Laborarbeit steht die Aufarbeitung des Turniers.

Mann für Mann, die AZ-Noten in der obenstehenden Klickstrecke.

 

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