Eintracht Frankfurt - FC Bayern Mit Bayern-Mentalität gegen die Bayern

Eintracht-Trainer Niko Kovac feiert mit Bastian Oczipka dessen Treffer zum 2:0 gegen Ingolstadt. Foto: dpa

Eintracht Frankfurts Coach Niko Kovac will seinen Ex-Klub FC Bayern ärgern. Der habe ihn „sehr geprägt“.

 

Frankfurt - Wenn Niko Kovac an den FC Bayern denkt, schießen ihm deutlich angenehmere Erinnerungen durch den Kopf, als das bei Fredi Bobic der Fall ist. So viel ist sicher. Der Sportdirektor von Eintracht Frankfurt hat in seinen 23 Spielen als Profi nie gegen Bayern gewonnen, und auch als Funktionär beim VfB Stuttgart war Bobic dieses Erlebnis nicht vergönnt. An diesem Samstag startet er mit der Eintracht nun einen neuen Versuch.
Und Kovac? Der dürfte mit ausschließlich positiven Gefühlen auf das Duell mit dem Tabellenführer blicken – nicht nur deshalb, weil der kroatische Coach der Eintracht am Samstag 45 Jahre alt wird. Von 2001 bis 2003 spielte Kovac selbst für die Bayern, unter Ottmar Hitzfeld gewann er das Double. „Er war ein Trainer, von dem ich sehr viel gelernt habe“, sagt Kovac der AZ über den Ex-Coach. Insgesamt habe ihn die Zeit bei den Bayern „sehr geprägt. Ich will auch immer gewinnen und habe diese Mentalität komplett verinnerlicht.“
Davon profitiert nun die Eintracht, die mit zehn Punkten aus sechs Spielen gut gestartet ist. In der vergangenen Spielzeit rettete Kovac die Hessen erst in der Relegation vor dem Abstieg, nachdem er den erfolglosen Armin Veh abgelöst hatte. „Unser Ziel ist es, eine ruhigere Saison als die vergangene zu spielen. Nichts anderes“, sagt Kovac: „Wir wollen möglichst frühzeitig den Klassenerhalt sichern.“
In der vergangenen Spielzeit erkämpfte die Eintracht in Frankfurt ein 0:0 gegen die Bayern, im Rückspiel unter Kovac gab es ein 0:1. Der Coach, dessen Familie in München wohnt, ließ damals mit Fünferkette verteidigen – probiert er es diesmal wieder so? Kovac: „Wie hat es Franz Beckenbauer so passend ausgedrückt: Schaun mer mal.“     M. Koch

 

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