Einst TSV 1860, jetzt Fußball-WM 2018 Ex-Löwe zeigt, wie durchschnittlich manche WM-Teams wirklich sind

, aktualisiert am 14.06.2018 - 14:27 Uhr

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Die Mannschaft
Spielte früher für den TSV 1860: Ex-Löwe Milos Degenek. Foto: imago/Action Plus

Früher schafft es Milos Degenek nicht, sich beim TSV 1860 in München durchzusetzen. Jetzt ist der Außenverteidiger mit der australischen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM 2018 dabei – ein Beispiel, das nachdenklich macht.

München - Es soll das Treffen der Besten unter den Besten sein: die Fußball-WM 2018 in Russland.

Doch der Modus zur WM-Qualifikation ist hart, sortiert mehrere vermeintlich bessere Nationalmannschaften aus, je nach Kontinent fahren dafür mutmaßlich schwächere Teams zur Weltmeisterschaft. Auch die australische Nationalmannschaft gilt als klarer Außenseiter. Mit dabei: Ex-Löwe Milos Degenek.

Keine Chance beim TSV 1860

Gerade der frühere Profi des TSV 1860 zeigt, wie schwach manche WM-Teilnehmer in Wirklichkeit sind. Was hart klingt, ist einfach erklärt. Denn: Weder in Gieisng noch in der Zweiten Liga konnte sich der heute 24-Jährige während seiner Zeit in München nachhaltig durchsetzen.

Vor seinem Wechsel in die japanische J-League in der Winterpause war Degenek bei Sechzig in der Hinrunde der Saison 2016/17 nur auf acht Einsätze gekommen. Zwar bremste ihn zwischenzeitlich ein Innenbandriss im Knie aus, doch in fünf Spielen stand er ferner nicht im Kader oder blieb letztlich ohne Einsatz.

Unter Vitor Pereira bei den Löwen aussortiert

Weder in in der Innenverteidigung noch im defensiven Mittelfeld etablierte sich der Australier mit serbischen Wurzeln bei den Löwen langfristig, auch wenn Ex-Coach Kosta Runjaic anfangs noch auf ihn setzte. Unter Nachfolger (und ebenfalls Ex-Coach) Vitor Pereira hatte er schließlich keine Perspektive mehr – und war einer der Spieler, die aus dem damals aufgeblähten Kader aussortiert wurden.

Und: Auch bei den sogenannten Socceroos muss Degenek kämpfen. In der ersten Qualirunde zur Fußball-WM 2018 kam er gegen Honduras nur sechs Minuten zum Einsatz, in der zweiten Runde gegen Syrien spielte er durch, saß zuletzt gegen Ungarn aber über 90 Minuten wieder nur auf der Bank.

Bei Fußball-WM 2018 nicht nur die Besten

Letztlich zeigt ein Spieler, der beim seinerzeit schwer angeschlagenen TSV 1860 den Sprung verpasste, dass bei der Weltmeisterschaft eben doch nicht immer die Besten auf die Besten treffen. Sondern auch gerne mal durchschnittliche Fußballer auf deutlich bessere.

Lesen Sie auch: TSV 1860 profitiert von WM-Spieler Milos Degenek

Im Video: Nach Trainer-Rauswurf! Er coacht Spanien bei der WM 2018

 


Fannah, kritisch, kompetent - die-mannschaft.blog ist der Experten-Blog zur DFB-Elf. Aktuell haben sich die "Fußballverückten" aus München ganz der WM 2018 verschrieben. Mit dabei: Victoria Kunzmann und Patrick Mayer, die als Freie Autoren auch für die AZ München schreiben.

 
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