Einmal mehr Rücktritt Vidal kündigt Abschied aus Chiles Nationalelf an

, aktualisiert am 07.09.2017 - 13:40 Uhr
Arturo Vidal gab am 7. Februar 2007 sein Debüt für Chile und nahm mit "La Roja" an den WM-Turnieren 2010 und 2014 teil. Foto: dpa

Es ist ja kein neuer Gedanke des chilenischen Nationalspielers in Diensten des FC Bayern: Arturo Vidal will spätestens nach der WM-Endrunde 2018 nicht mehr für Chile auflaufen. 

 

Santiago de Chile - Rücktritt vom Rücktritt vom Rücktritt: Arturo Vidal vom FC Bayern hat angekündigt, spätestens nach der WM-Endrunde im kommenden Jahr in Russland seine Karriere in der chilenischen Nationalmannschaft zu beenden.

Im Fall eines durchaus möglichen Scheiterns in den südamerikanischen Eliminatorias könnte er aber bereits nach den beiden ausstehenden WM-Qualifikationsspielen Anfang Oktober aufhören.

"Ich beschäftige mich schon länger damit. Ich muss näher bei meiner Familie sein. Die letzten zehn Jahre waren hart. Der Moment zum Ausruhen ist gekommen", erklärte der 96-malige Nationalspieler, bevor er in Santiago de Chile nach den beiden schmerzhaften Eliminatorias-Niederlagen gegen Paraguay (0:3) und in Bolivien (0:1) in den Flieger Richtung München stieg.

Vidal: "Werde mich noch einmal 100 Prozent reinhängen"

Chile ist derzeit Tabellensechster und würde somit eines der vier Direkttickets nach Russland sowie Platz fünf, der den Umweg Play-offs gegen den Ozeaniensieger ermöglicht, verpassen. "Bei den nächsten beiden Spielen werde ich mich noch einmal 100 Prozent reinhängen", versprach der Bayern-Mittelfeldmotor mit Blick auf die Duelle gegen Ecuador und in Brasilien.

Vidal gab am 7. Februar 2007 sein Debüt für Chile und nahm mit "La Roja" an den WM-Turnieren 2010 und 2014 teil. Höhepunkte seiner Nationalmannschaftskarriere waren die Copa-América-Triumphe 2015 und 2016. Vor zwei Monaten unterlag der Krieger jedoch im Endspiel des Confed Cups mit Chile dem Perspektivteam von Weltmeister Deutschland (0:1). In München hat Vidal noch einen Vertrag bis Sommer 2019.

Unmittelbar nach dem 0:3 gegen Paraguay hatte Vidal in seinem Frust bereits mit dem Rücktritt aus dem Nationalteam gedroht. "All die Menschen in diesem Land, die mir schlechte Dinge wünschen, sollten jetzt sehr glücklich sein. Aber keine Angst, ich bin kurz davor, die Mannschaft zu verlassen", schrieb der Bayern-Star da auf Twitter.

Anschließend nahm der Mittelfeldspieler jedoch wieder Abstand von seiner Androhung. "Ich wäre niemals wütend auf die Fans. Sie verdienen all meinen Respekt für die Unterstützung, die sie mir immer gegeben haben. Und deshalb bleibe ich in der Nationalmannschaft", twitterte er.

FC Bayern braucht einen fitten Vidal

Vidal hat viel investiert für sein Land, die Knochen hingehalten, sich mit Herzblut in jedes Spiel gestürzt, selbst dann, wenn die Vernunft eigentlich dagegen sprach. Das ist nun bald vorbei und mindert aus Sicht des FC Bayern gravierend das Verletzungsrisiko.

Denn den Umgang der Chilenen mit Blessuren hatten in der Vergangenheit sowohl Präsident Uli Hoeneß als auch Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge mit deutlichen Worten moniert. "Die Chilenen haben dem nicht mal einen Verband gemacht, der Knöchel ist quasi auf dem Flug explodiert!", beschwerte sich Rummenigge einmal, nachdem Vidal im vergangenen Jahr verletzt von einer Länderspielreise zurückgekehrt war.

Hoeneß meinte zum gleichen Vorfall: "Es ist eine Schande, wie in manchen Ländern mit Verletzungen umgegangen wird. Arturo kam aus Chile mit einem Klumpfuß zurück." Der FC Bayern aber braucht einen fitten Vidal (Vertrag bis Juni 2019) für seine wieder hoch gesteckten Ziele, die regelmäßigen Dienstreisen nach Südamerika eher nicht.

"Wenn Vidal spielt und gesund ist, sind die Chancen viel größer, dass der FC Bayern gewinnt", findet Hoeneß.

Lesen Sie hier: Mailänder Klubs konkurrieren im Werben um Vidal

 

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