Einkaufen in der Altstadt Feinkost-Markt in der Schrannenhalle: Neueröffnung verschoben

So sah es in der Schrannenhalle zuletzt aus - aktuell ist dort eine große Baustelle. Foto: citybeam/ Schrannenhalle

Weil die Planungen der italienischen Kette „Eataly“ länger dauern, macht die Markthalle erst im Spätherbst auf

 

Altstadt - Scusi, es wird später: Die Neueröffnung des Markts in der Schrannenhalle ist verschoben. Eigentlich sollte es schon im September mit neuem Konzept losgehen, nun wird es mindestens einen Monat länger dauern. Das hat der Eigentümer der Halle, die Münchner Immobilienfirma Hammer AG, auf Anfrage der AZ bestätigt.

Anfang April hat die Markthalle in der Schranne vorerst dichtgemacht. Die Standlbetreiber mussten ausziehen, ebenso die Großmieter Käfer Feinkost sowie Milka. Der Schokoladenhersteller hatte ein großes „Erlebnisgeschäft“ im Keller. Auch im Lokal Kytaro im Obergeschoss hat es sich ausgekocht.

Wer zur Zeit durch die Glasfassade ins Innere schaut, sieht eine große Baustelle. Hier lässt der neue Hauptmieter werkeln: Eataly, eine Feinkostkette aus Italien. Das in Turin ansässige Unternehmen plant in der Schrannenhalle eine Mischung aus Gastronomie und Lebensmittelhandel. Auf der gesamten Marktfläche von 3700 Quadratmetern sollen Kunden künftig italienisch essen, einkaufen und kochen lernen.

Erst hieß es: Ab Juli oder August könnte das Eataly Monaco eröffnen. Dann wurde man genauer: im September. Und jetzt ist klar: Auch das ist nicht zu schaffen. Neuer Termin: Ende Oktober, Anfang November. Der Grund für die Verzögerung ist laut Auskunft der Hammer AG, dass die Feinplanung seitens Eataly doch aufwendiger seien als angenommen.

Der frühere Eröffnungstermin sei eben doch „sehr ehrgeizig“ gewesen. Größere Probleme gebe es nicht. Es dauere halt noch ein wenig.

Eataly soll die Rettung für die Schranne sein, deren Konzept bisher nie richtig aufgegangen ist. Seit 2005 gibt es in der Schrannenhalle einen Markt, ohne Erfolg. 2011 eröffnet die Hammer AG den Markt nach einer Insolvenz neu, doch das Prinzip mit vielen kleinen Anbietern plus Käfer und Milka läuft nicht. Ein Umbau zum „Edel-Edeka“ wird geplant, scheitert jedoch am Widerstand der Standlbetreiber des benachbarten Viktualienmarkts. Jetzt hofft man auf Eataly – und wartet.

 

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