Einbruch nach Gala-Halbzeit Viertelfinale! Bayern zittert sich gegen Dortmund weiter

, aktualisiert am 21.12.2017 - 06:08 Uhr
Obenauf: Der Bayern-Express überrollt die Dortmunder Borussia in der Anfangsphase. Am Ende bringt der Rekordmeister die knappe Führung über die Zeit Foto: dpa

Die Bayern werfen Dortmund mit 2:1 aus dem Pokal. Erst dominiert die Mannschaft von Jupp Heynckes die Partie klar – gegen Ende wird es knapp. "Wir haben uns in die nächste Runde gezittert"

München - Santa Jupp, danke für diese Bescherung! Der FC Bayern kann zufrieden Weihnachten feiern – nach einem perfekten Jahresabschluss. 2:1 im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Borussia Dortmund, gegen den Pokalschreck, der 2015 und in diesem Frühjahr jeweils im Cup-Halbfinale in der Allianz Arena triumphiert hatte.

Am Mittwoch gab es erst in den letzten Minuten des Spiels ein paar Zweifel am verdienten Sieg der Elf von Trainer Jupp Heynckes – auch wenn in der Schlussphase mächtig gezittert wurde. Jérôme Boateng meinte bei Sky danach: "Wir müssen einfach in der ersten Halbzeit die Tore machen. Wir hatten in der zweiten Halbzeit keinen Zugriff mehr und haben uns in die nächste Runde gezittert." Er selbst (12. Minute) per Kopf und Thomas Müller mit einem herrlichen Chip (40.) trafen vor der Pause für die Bayern, Andrej Yarmolenko verkürzte für den BVB (77.). (Hier gibt's den Liveticker zum Nachlesen.) Das Fest kann kommen. 

Aubameyang und Hummels müssen passen

"Wir werden noch mal alles an Gas geben, dass wir Dortmund raushauen!" Das war die Devise, die Uli Hoeneß seinen Bayern aufgetragen hatte. Und die Stars hörten auf ihren Präsidenten. Bayern dominierte von der ersten Minute an – auch ohne zwei ihrer besten Spieler der vergangenen Wochen: Kingsley Coman saß nur auf der Bank, der Ex-Dortmunder Mats Hummels (grippaler Infekt) stand nicht im Kader. Für sie starteten Franck Ribéry und Niklas Süle. Bei Dortmund musste Topstürmer Pierre-Emerick Aubameyang (muskuläre Probleme) passen.

Rummenigge: "Vorgezogenes Finale"

"Es ist ein vorgezogenes Finale. Leider schon im Dezember", sagte Karl-Heinz Rummenigge vor der Partie in der ARD. Doch nur die Münchner spielten zunächst auf Top-Level. Arturo Vidal köpfte nach Müllers Flanke an die Latte (3.), anschließend wurde James’ Schuss noch geblockt (6.). Auch Robert Lewandowski (8.) und Franck Ribéry (11.) vergaben frei vor dem starken Roman Bürki. Bayerns Anfangsfeuerwerk – mit Krönung: Niklas Süles Kopfball knallte an die Latte, dann nickte Boateng ein – 1:0.

Defeinsiv-Plan des BVB geht nicht auf

Was Dortmund taktisch vorhatte, um die nächste Runde zu erreichen? Nun, das war schwer zu sagen. Fünf Verteidiger bot Coach Peter Stöger auf, Ex-Bayern-Spieler Michael Ballack wertete dies in der ARD als "schlechtes Signal". Offensiv zeigte der BVB zunächst sehr wenig – bis zur 35. Minute: Da stand Yarmolenko plötzlich frei, er hatte Sven Ulreich schon überwunden, doch David Alaba rettete per Kopf auf der Linie. Glück für Bayern. Und eine schnelle Reaktion: Nach Lewandowski-Pass lupfte Müller über Bürki hinweg ins Netz – 2:0. In der Halbzeitpause spielte schon die Blaskapelle vor der Südkurve.

"Ich hab damit gerechnet, dass Bayern Druck machen wird und sie stärker besetzt sind", sagte Nationalelf-Manager Oliver Bierhoff in der ARD: "Es war doch sehr deutlich und ernüchternd für die Dortmunder." Nach der Pause ging es zunächst so weiter. Der famose Keeper Bürki rettete zweimal gegen James (46.) und Müller (50.), aber dann wurde Bayern nachlässig. Die Konsequenz: Yarmolenko köpfte zum 2:1 ein. Alexander Isak verpasste in der Nachspielzeit das 2:2 – dann war Schluss.

Heynckes-Verbleib über 2018 hinaus?

Was jetzt noch fehlt zur Bayern-Seeligkeit? Klar, eine Vertragsverlängerung mit Heynckes, dem bayerischen Santa. Doch da ist Geduld gefragt. "Wir sind sehr zufrieden mit ihm. Es ist alles gut gelaufen", sagte Rummenigge. 15 Siege in 16 Spielen seit Jupps Rückkehr – beeindruckend. Rummenigge weiter: "Wir setzten uns 2018 mit Jupp zusammen, ganz ohne Zeitdruck und werden dann gemeinsam mit ihm entscheiden." Aufgeben klingt anders. Aber einen Trainer, der den Klub so zuverlässig beschert, kann man eben nur schwer gehen lassen.

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