Einbruch am Isartor Polizei schnappt Juwelier-Bande

Kurz nach dem Einbruch im Juli 2013: Der Hydraulik-Spreizer der Täter steckt noch in der Tür des Juweliers am Isartor. Foto: Polizei

Im Juli 2013 nehmen Einbrecher einen Juwelier am Isartor aus. Jetzt haben Schweizer und Münchner Ermittler die Bande festgenommen.

 

Altstadt - Es dauert nur 90 Sekunden, da sind die zwei Einbrecher schon wieder weg – mit Armbanduhren im Wert von mehreren zehntausend Euro!

Am 22. Juli 2013 knacken sie die hintere Tür des Juweliers „German Style“ am Thomas-Wimmer-Ring mit einem Hydraulik-Spreizer. Ein 51-Jähriger schiebt sich durch den Spalt, klaut acht Uhren der Marke Chopard. Sein Komplize (48) passt draußen auf. Anschließend flüchten beide in Richtung S-Bahnhof Isartor.

Die Aufnahme einer Videokamera zeigt: Es sind Profis. Sie tragen keine Masken – und sind „blitzschnell“, wie Polizeisprecher Wolfgang Behr sagt.

Kein Wunder: Schließlich machen die beiden das nicht zum ersten Mal. Schweizer und Münchner Ermittler, die die beiden nun gefasst haben, sind sich sicher, dass sie in rund 20 private und gewerbliche Objekte in ganz Europa eingestiegen sind.

Das Überwachungsvideo des „German Style“, war wertlos, doch DNA-Spuren aus dem „German Style“ führten die Münchner Kripo in die Schweiz. Mit Hilfe der Schweizer Kollegen konnten die Fahnder einen Tatverdächtigen ermitteln – schnell war klar: Er gehört zu einer Bande, die auch in Basel, Zürich und Aachen zugeschlagen hat. Seit 2011 hatten sie Schmuck und Bares im Wert von über 200 000 Euro erbeutet.

Ende 2013 nahmen die Ermittler einen 51-Jährigen, seine Ehefrau (29) und einen 48-Jährigen fest. Sie gelten als die Münchner Täter. Im Januar 2014 wurde ein vierter Verdächtiger gefasst. Bei Wohnungsdurchsuchungen tauchte weiterer Schmuck auf.

Ob die Bande jedes Mal einen Hydraulik-Spreizer benutzt hat, ist nicht klar. In München transportierten sie das Gerät, das von der Feuerwehr oder in Autowerkstätten benutzt wird, in einem braunen Koffer-Trolley zum Juwelier. Laut Polizei kommt die brachiale Methode in München öfters vor – laut Ermittler rund drei- bis viermal im Jahr.

 

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