Ein Wochenende mit...Viola Weiß Erst Laufen, dann Gummibärchenmarathon

Die Radiomoderatorin Viola Weiß wäre fast die neue Magdalena Brzeska geworden. Es kam letztlich anders. Für ein paar Gymnastikübungen auf dem Rad, mit dem die 33-Jährige viel in der Stadt unterwegs ist, reicht es aber noch immer. Foto: Petra Schramek

Hier erzählen bekannte Münchner von ihrem Wochenende. Heute: die Radiomoderatorin Viola Weiß.

Ich bin ein Schwabinger Kind, das muss ich zugeben. Ich bewege mich fast nur im eigenen Viertel. Das war schon zu Uni-Zeiten so, da bin ich immer mit dem Fahrrad das alltägliche Dreieck zwischen Haustür, Radio Gong und Universität abgefahren. Und mit dem Radl, damit bin ich heute immer noch sehr viel unterweg

Ich wohne seit etwa acht Jahren in Schwabing. Für mich ist das praktisch: Der Sender ist in der Franz-Joseph-Straße, und ich arbeite am Wochenende ja auch noch für Sky in Unterföhring bei den Sport News. Da ist man in Schwabing einfach gut angebunden.

Samstag und Sonntag sind in der Regel für mich ganz normale Arbeitstage. Die Bundesliga findet ja nunmal am Wochenende statt. Wenn es die Schicht erlaubt, hüpfe ich morgens erstmal eine Runde durch den Luitpoldpark.

Ich versuche, meine Freizeit so viel wie möglich draußen zu verbringen. Ich bin großer Fan vom Englischen Garten. Jetzt soll es ja schöner werden, da gehe ich wieder richtig viel joggen. Es gibt bei uns die Variante „Walk & Talk”. Ich laufe dann eine Stunde mit einer Freundin, und wir tauschen sämtlichen Gossip aus.

Viele Freunde sind gerade auch auf den Hund gekommen. Deswegen gehen wir oft eine Runde Gassi, eigentlich immer am Donnerstag, aber wenn das Wetter gut ist, bestimmt auch am Sonntag. Da kehren wir dann immer bei Fräulein Grüneis ein. Das ist das ehemalige Toilettenhäuschen an der Lerchenfeldstraße beim Eisbach. Da gibt es die besten Brownies der Welt.

Und dann ist natürlich die Bundesliga Pflicht. Am Samstag liege ich ab 15.30 Uhr auf dem Sofa und schaue mir–falls ich nicht selbst moderiere – „Alle Spiele, alle Tore” auf Sky an. Ich war auch zwei Jahre bei FCB.tv und hege deshalb natürlich große Sympathien für den FC Bayern. Allerdings schätze ich die Eintracht aus Frankfurt für ihr selbstbewusstes Auftreten heuer sehr. Und ich mag den Christian Streich vom SC Freiburg, ein echtes Trainer-Original. Wenn der Mann mit einem Mikro zusammenstößt, gibt es immer was zu lachen.

Ich bin geborene Ulmerin. Der SSV, das sei an dieser Stelle kurz erwähnt, hat ja auch mal Bundesliga gespielt, damals mit Dragan Trkulja und Co., da war ich natürlich auch oft Zaungast. Ich komme ja aus dem Leistungssport. Ich habe bis 16 mit Magdalena Brzeska zusammen im Olympiastützpunkt in Fellbach-Schmiden Rhythmische Sportgymnastik gemacht. Sport war fester Bestandteil meines Lebens – und ist es vermutlich deshalb auch jetzt noch.

Abends gehe ich gerne ein Steak essen. Ich finde das KVR ganz gut, das „Kapitales vom Rind” in West-Schwabing. Außerdem das Theresa in der Theresienstraße und das Grill am Lenbachplatz – das sind die drei Adressen, wo man gut Steak essen kann. Es ist zwar ein bisschen teurer da, aber für gutes Fleisch, finde ich, kann man auch mal ein bisschen mehr ausgeben.

Danach gehe gerne noch auf einen Absacker in Schumann’s Bar, ein Klassiker. Und wenn die Basketballer vom FC Bayern zu Hause spielen, bin ich auch sehr gerne im Audi Dome dabei – da ist immer eine Bombenstimmung.

Am Sonntagabend bin ich sehr gerne einfach nur zu Hause und verabschiede das Wochenende – oft mit relativ viel Süßigkeiten. Saure Apfelringe oder Joghurtgums, da haue ich ohne weiteres eine große Tüte weg. Als Kind habe ich das Gemüse immer zur Seite geschoben und bin an die Schublade mit den Süßigkeiten gegangen. Meine Mutter ist da früher fast verzweifelt. 

Protokoll: Florian Zick

 

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