Ein Wochenende mit...Max Pingel Katerausflug an den See

In seiner hessischen Heimat, erzählt Max Pingel beim Treffen im Vorstadt-Café, isst man gerne Kochkässchnitzel. Da ist ihm die bayerische Küche doch deutlich lieber. Foto: Gregor Feindt

Jeden Freitag erzählt ein bekannter Münchner in der AZ von seinem Wochenende. Heute ist das der Partyveranstalter Max Pingel.

 

Wenn ich mal nicht so eingespannt bin, gehe ich an lauen Abenden gerne in die L’Osteria im Künstlerhaus. Da kann man schön draußen sitzen, die Pizza dort ist riesig und man hat es nicht weit zu den Clubs in der Innenstadt: Drella, P1, Bob Beaman. Davor vielleicht noch in eine Bar, zum Beispiel ins Lenbachs&Söhne am Maximiliansplatz. Da bin ich eigentlich auch recht häufig.

Dieses Wochenende werde ich allerdings nicht dazu kommen. Ich habe heute Abend eine Veranstaltung im P1: Theater of Mind. Da bin ich dann die ganze Zeit unterwegs und organisiere das Spektakel. Es wird ein orientalischer Abend, wir haben dann nicht nur Gogos da, sondern auch Bauchtänzerinnen, Feuerspucker und eine Schlangentänzerin. Ich selbst habe mir ein lila-farbenes Sultanskostüm besorgt und werde mich auch ein wenig zum Affen machen: ein bisschen mit Sekt rumspritzen, ein bisschen Feuerwerk – da stehen die Leute einfach drauf.

Wenn ich so eine große Veranstaltung habe, bin ich eigentlich den ganzen Tag unterwegs. Dann machen wir auf den letzten Drücker noch eine Flyer- und Plakataktion. Die Spontangänger machen einfach die größte Masse aus. Dann muss ich den Aufbau organisieren. Es sieht so aus, als würde ich heute Abend im Einser zu Abend essen. Aber da gibt es ja auch eine gute Pizza.

Wenn ich mal mehr Zeit habe, bin ich viel am See. Diesen Sommer war ich oft am Starnberger See, aber noch schöner finde ich eigentlich den Tegernsee. Da kann man gut einen kleinen Katerausflug hin machen. Direkt beim Tegernseer Bräustüberl ist es beispielsweise sehr schön, da kann man gut spazieren gehen und wenn es nötig ist, ein Konterbier trinken.

Am Samstag lasse ich es in der Regel etwas ruhiger angehen. Dann gehe ich meistens nur etwas trinken. Das James T. Hunt in der Schellingstraße ist schön oder das Lotter-Leben in der Klenzestraße. Ich koche auch sehr gerne. Gerade wenn ich mal einen ruhigeren Tag habe, lade ich gerne ein paar Freunde zu mir ein. Dann mache ich Tiramisu als Nachspeise, davor Zitronenhühnchen oder Ähnliches, vor allem italienische Gerichte. Obwohl ich am liebsten eigentlich die deutsche Küche mag.

Ich gehe auch sehr gerne bayerisch essen, vor allem ins Fraunhofer oder – noch besser – ins Bratwurst-Glöckl am Dom. Da sitzt man einfach ganz wunderbar. Es gibt diesen riesigen runden Tisch, da quatscht dann jeder mit jedem. Das ist das Schöne, dass man dort auch mit alteingessenen Münchnern ins Gespräch kommt. Dazu eine Ente, eine Scheinshaxn oder ein schönes Schnitzel mit Gurken-Kartoffelsalat. Dann wird noch ein bisschen geschnapselt und jeder darf mal vom Kaiserschmarrn probieren. Das ist schon eine feine Sache.

Sonntags schlafe ich gerne aus oder gehe zum Frühstücken ins Vorstadt-Café in der Türkenstraße. Da kommen am Sonntag auch oft die ganzen verkaterten Gestalten zusammen. Dann trifft man sich dort zum Brunchen. Und am Nachmittag wird im Bergwolf in der Klenzestraße bei einer Currywurst Fußball geschaut. Ich komme ja ursprünglich aus Heppenheim in Hessen. Da hält man zur TSG Hoffenheim. Ich weiß schon, die mag man in München nicht so sehr, aber ich bin auch ein absoluter Bayern-Fan.

Protokoll: Florian Zick

 

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