Ein Wochenende mit...Gil Ofarim Immer Ärger mit Gandhi

Das Café Haidhausen gehört dem Bassisten seiner Band Acht. Klar, dass Gil Ofarim gerne dort mit deinen Bandkollegen abhängt. Foto: Gregor Feindt

Jeden Freitag erzählt in der AZ ein bekannter Münchner von seinem Wochenende. Heute: der Ex-Teenie-Star und Musiker Gil Ofarim.

Meine freien Tage beginnen eigentlich immer im Café Haidhausen in der Franziskanerstraße, das gehört unserem Bassisten, dem Konti, einem der lustigsten Gastronomen der Stadt. Bei allen Ausflügen starten wir immer dort: Ganz früh raus, noch schnell einen Kaffee, ein Sandwich zum Mitnehmen und dann die A8 runter, im Winter zum Snowboarden in den Alpen, im Sommer zum Surfen am Chiemsee.

 

Das Café Haidhausen ist auch fester Bestandteil unserer Bandgeschichte, "Acht" wurde dort ein Stück weit sogar gegründet. Wir treffen uns da an den Sonntagen auch heute noch oft zum Brunchen, die Bandmitglieder, deren Frauen und die Kinder. Da ist dann immer die Hölle los. Das Essen ist aber auch wirklich gut.

Ansonsten gehen wir viel mit unseren Hunden Gassi. Meine Freundin Verena und ich haben drei französische Bulldoggen, Callas, Greta und Gandhi. Die sind zwar klein, machen aber einen Alarm, als wären sie riesengroß. Vor allem Ghandi hat gar nichts von der Ausgeglichenheit seines Namenspatrons, eigentlich müsste er Rambo oder Berserker heißen.

Wir wohnen in Freimann, in der Nähe vom Aumeister. Früher hatte ich eine Wohnung an der Uni, da in der Gegend gibt es ein paar empfehlenswerte Lokale. Bei Mario in der Adalbertstraße zum Beispiel gibt es die mit Abstand beste Pizza der Stadt. Dann noch das Asaka Running Sushi, natürlich das Vorstadtcafé – aber ich bin nicht mehr so viel unterwegs wie früher, wir haben jetzt schließlich angefangen, selbst zu kochen.

Verena und ich haben im Internet einen Lieferservice entdeckt, der schickt einem genau das, was man für ein Abendessen braucht. Davor haben wir immer Unmengen an Essen eingekauft – und am Ende hat doch nichts zusammengepasst. Da musste man immer so viel wegschmeißen. Jetzt kochen wir nach den Rezepten von diesem Lieferdienst, Flammkuchen, Parmesan-Ingwer-Schnitzel, bis jetzt war alles prima.

Leider haben wir nicht die klassischen Wochenenden. Oft ist es so, dass ich im Studio etwas regeln muss und Verena in ihrem Modeladen, dem "Tracht & Style" in der Türkenstraße. Da gabele ich sie am Samstag dann oft auf und wir unternehmen was. Letztens waren wir zum Beispiel bei der Premiere von “Maleficent”, diesem Disney-Film mit Angelina Jolie. Die war im neuen Gloria-Filmpalast. Da muss man eigentlich mal hingehen. Die Karten kosten jetzt zwar einiges mehr als früher, aber man hat superviel Platz in den Sesseln, es ist alles nobel und elegant, ein bisschen Schickimicki-München. Man hat jetzt einen eigene Kellner, bei dem kann man alles bestellen, vom Popcorn bis zum Rotwein. Das ist vielleicht kein Kino für jeden Tag, aber schon was Besonderes.

Ich gehe auch ab und zu gerne ins israelische Restaurant Schmock in der Augustenstraße. Florian, der Wirt dort, ist einer der wenigen in der Stadt, mit dem man Hebräisch reden kann. Es gibt zwar eine große jüdische Gemeinde in der Stadt, aber da sprechen bei Weitem nicht alle Hebräisch. Das Schmock hat zwar gesalzene Preise, aber da kann man wirklich auch sehr gut essen gehen.

Protokoll: Florian Zick

 

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