Ein Wochenende mit...Eli Wasserscheid Erst Käsealm, dann Bergtour

Auch für unter der Woche hat die Schauspielerin Eli Wasserscheid einen Tipp, nämlich die Kindermusik von Café Unterzucker, der Band von Kasperltheater-Chef Richard Oehmann. Foto: Petra Schramek

Jeden Freitag erzählt ein bekannter Münchner in der AZ von seinem Wochenende. Heute: die Schauspielerin Eli Wasserscheid.

Mein Wochenende beginnt für mich mit ausschlafen, nicht bis in die Puppen, aber halb zehn darfs schon sein. Danach ein schöner Einkauf. Ich wohne in Obergiesing in der Nähe vom Tegernseer Platz. Da gibt es außen herum viele kleine Geschäfte: Obststände, einen alten Metzger und natürlich die Käsealm in der Tegernseer Landstraße – da gehe ich gerne hin.

Zum Frühstücken schaue ich dann im Hoover & Floyd im Glockenbachviertel vorbei. Ich habe da jahrelang selbst gearbeitet und bin dem Lokal immer noch herzlich verbunden. Man kann da wunderbar sitzen, die Sonne genießen und ein bisschen ratschen, mit der Chefin zum Beispiel, der Andrea Sokol.

Danach laufe ich über den Gärtnerplatz Richtung Viktualienmarkt. Ich mag es, mich am Samstag treiben zu lassen, vorbei an den Ständen mit dem ganzen Obst, dem Gemüse und den riesigen Pötten voller Oliven. Vermutlich nehme ich irgendwo ein Fladenbrot und einen kühlen Prosecco mit und laufe damit runter an die Isar.

 

Mein Lieblingsplatz sind die großen Treppen an der Reichenbachbrücke – wobei da immer sehr viel los ist. Ein Stück weiter an der Wittelsbacher Brücke ist es ruhiger, da kann man gut ein Buch lesen, sich mit Freunden treffen Picknick machen – und am Ende natürlich seinen ganzen Müll wieder mitnehmen. Mich nervt das, wenn die Leute ihre Sachen einfach liegen lassen.

Dann ein Eis aus dem Jessas. Da was holen, dort was holen – das mag ich. Und für den Abend schaue ich, was im Theater läuft, gerne Kammerspiele, Resi, Volkstheater oder Metropol. Danach mal gucken, was in der Muffathalle auf dem Programm steht, da gehe ich momentan am liebsten hin, da ist die Atmosphäre einfach schön. Oder ins Milla, auch ein guter Ort.

Wenn am Sonntag schönes Wetter ist, fahre ich gern raus auf die Wiesen bei Seeshaupt am Starnberger See oder nach Dießen am Ammersee, da habe ich gute Freunde. Schwimmen mit Blick auf die Berge, rüberschauen können nach Andechs – das ist schon nicht übel. Oder ich gehe Bergsteigen, wenn es nicht zu heiß ist, vielleicht die Benediktenwand hoch.  Und wenn ich ne neue Tour ausprobieren will - dafür habe ich ein tolles Buch: “Münchner Berge mit Bahn und Bus” – sehr zu empfehlen.

Und wenn ich in der Stadt bleibe: sehr gerne ein lecker Kaffee im Café Sonnenschein in Obergiesing. Das Lokal heißt vollkommen zurecht so, die haben wirklich von morgens bis abends Sonne. In der Straße sieht man auch, dass Giesing wirklich mal ein Dorf war, lauter ein- oder zweistöckige Häuschen.

Und dann ein Spaziergang durch die Stadt. Ich mag es, am Sonntag durch die leere Kaufinger Straße zu laufen. Das ist schön, wenn es da so ruhig ist. Am Nachmittag vielleicht ins Kino, gerne ins Arena, das City oder das Arri. Und Abends dann pünktlich zum Tatort zuhause, dass muss sein. Davor noch was kochen, ein Thai-Curry oder Pasta, und dann mit zwei, drei Leuten Krimis gucken. Dann war das mal echt ein gelungenes Wochenende.

Protokoll: Florian Zick

 

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