Ein Wochenende mit... Lola Paltinger Streichelzoo und Starkbier

Die Dirndl-Designerin in ihrem Wohnzimmer, das auch als Atelier dient - hier lässt sie den Sonntag gerne ausklingen. Foto: Daniel von Loeper

Hier erzählen Menschen der Stadt, wie sie ihr Wochenende verbringen: Heute ist das die Dirndl-Designerin Lola Paltinger, die Lokale mag, in denen sich auch ein Fünfjähriger wohlfühlt

 

Die 39-jährige Modedesignerin ist bekannt für ihre edlen Dirndl. Sie lebt mit Sohn, Freund, Hund, Katz und Leguan am Isartor.

Von Lola Paltinger

Auch am Wochenende stehe ich gegen halb fünf, fünf auf. So früh bin ich ganz klar und arbeite die Sachen schnell weg. Ist ein gutes Gefühl, schon Dinge erledigt zu haben, wenn die meisten noch schlafen. Und das frühe Aufstehen ist Gewöhnungssache. Um halb acht wird mein fünfjähriger Sohn Lio wach, bis dahin bin ich fertig. Dann starten wir gemütlich in den Tag, lesen Zeitung, trinken Kaffee.

Auf die Terrasse vom L’Atelier in der Westenriederstraße scheint vormittags schön die Sonne – der perfekte Ort, um ein Croissant zu essen. Wir sind dort so oft, Lio darf dann „mithelfen“ und mich „bedienen“, das liebt er. Um 12 Uhr hat Lio mit einer Freundin Reitstunde an der Reitschule im Englischen Garten. Auf Ponys, und ich bewege so lange mein Pferd, einen Pinto namens Kasper. Wenn ich wieder zu reiten anfange, dann richtig, dachte ich mir – und mit einem eigenen Pferd muss ich mir die Zeit nehmen.

Es ist schön, am Englischen Garten auszureiten. Gerade am Wochenende, wenn die Musik von der Blaskapelle am Chinesischen Turm rüberweht.

Meist schreien die Kinder danach schon wieder „Hunger“, und dann gibt’s noch was Kleines zu essen auf der Terrasse der Reitschule in der Königinstraße. Die haben eine gute Küche, und wir können von dort aus den Pferden noch ein bisschen zuschauen. Entweder radeln wir dann zum Spielplatz im Englischen Garten, oder zum Chinesischen Turm auf eine Maß – die Lieblingsvariante von meinem Freund.

Wenn das Wetter nicht mitspielt, passt er bei uns daheim auf die Kinder auf und ich treffe mich mit meinen Freundinnen in Schumann’s Tagesbar in den Fünf Höfen: Früher hatten wir dort jeden Samstag unser Mädchenprogramm, jetzt, wo wir alle Kinder haben, klappt’s nicht mehr ganz so oft. Aber wir geben uns Mühe. Ein bisschen Prosecco Aperol trinken, eine Kleinigkeit essen – etwas Simples wie Kartoffeln mit Quark, Lachs und Gemüse schmeckt dort köstlich. Und man wird so reizend bedient.

Abends fahren wir sicher nach Olching – dort hat eine Freundin von mir, die erste Bierkönigin, jetzt eine Gaststätte. Den Haderecker. Ganz ursprünglich schön, für die Kinder ist Platz zum Toben, es gibt einen Spielplatz und einen kleinen Streichelzoo. Ich esse da immer die Ente, die schmeckt fantastisch.

Am Sonntag gehen wir gern ins Brenner in der Maximilianstraße zum Brunchen – wegen der tollen Kinderbetreuung. Da gehört das Lokal wirklich den Kleinen, und niemand meckert darüber. Bei schönem Wetter spielt Lio Fußball auf dem Marstallplatz, und wir frühstücken in der Sonne.

Danach klappt’s hoffentlich mit einem Ausflug an den Tegernsee, zu meiner geliebten Hafner Alm. Ein ganz altes Haus mit Holzterrasse, viele Tiere, der Chef kocht selbst. Tolle Schnitzel haben die. Das letzte Stück laufen wir hoch, dann sind wir im Kinder- und Erwachsenenparadies. Später fahren wir noch Boot mit Lio, Fähre oder Elektroboot, beides macht ihn glücklich.

Das Abendprogramm hängt vom Wetter ab: Entweder ab in den Augustinerbiergarten – Lio geht mit der Wirtstochter in den Kindergarten, da hat er einen Spielgefährten, und ich mag das Starkbier – oder vor den Fernseher, den „Tatort“ schauen. Beides ein schöner Ausklang.

 

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