Ein vielseitiges Gebäck Der Krapfen - eine kulinarische Köstlichkeit zum Karneval

Zur Faschingszeit sind Krapfen bei Schleckermäulern wieder hoch im Kurs. So vielseitig wie seine zuckrigen Verzierungen sind auch die Füllungen. Foto: Jens Schierenbeck/dpa/tmn

Egal ob Karneval, Fasching oder Fastnacht gefeiert wird – süßes Gebäck darf in keiner Region Deutschlands zur närrischen Jahreszeit fehlen! Vor allem Krapfen sind landesweit beliebt, jedoch nicht überall unter diesem Namen bekannt.

München - Krapfen, Mutzenmandeln, Scherben und Co. versüßen Schleckermäulern in ganz Deutschland die Faschingszeit. Vor allem um den Ursprung des wohl populärsten Faschingsgebäcks - den Krapfen - ranken sich einige Legenden. Während eine Überlieferung besagt, dass bereits beim Wiener Kongress etwa zehn Millionen Krapfen verputzt wurden, haben nach einer anderen Legende die Preußen den Krapfen erfunden.

Deshalb ist der Krapfen vielen Faschingsfans auch als "Berliner" bekannt. Die Berliner Bürger nennen den Berliner wider Erwarten aber nicht Berliner, sondern Pfannkuchen. Und in manchen Teilen Deutschlands bestellt man das gute Stück beim Bäcker auch unter dem Namen "Kräppel".

Krapfenfüllungen variieren von Region zu Region

Aber nicht nur die Namen des Traditionsgebäcks variieren von Region zu Region, sondern auch die Füllungen! Während in Österreich ein Krapfen nur mit Marillenkonfitüre ein richtiger Krapfen ist, wird in Franken die Hagebutte bevorzugt. Mittlerweile kann man Krapfen außerdem nicht nur mit traditioneller Marmeladenfüllung verputzen. Von Schokoladen- und Vanillefüllung über Nussnougatcreme im Krapfen gibt es alles, was das Schlemmerherz begehrt. 

Wer an Fasching auch mal den Koch- beziehungsweise den Backlöffel schwingen will, der kann Krapfen auch selbst backen. Eine Fritteuse braucht man dafür nicht zwingenderweise, stattdessen kann man auch Fett in einem Kochtopf erhitzen und den Teig dann darin ausbacken. 

Wer Berliner selbst backen will, braucht nicht unbedingt eine Fritteuse

Für klassische Berliner vermischt man 125 Milliliter lauwarme Milch, 500 Gramm Mehl, einen Hefewürfel und einen Teelöffel Zucker zu einem Hefeteig, den man anschließend etwa eine Viertelstunde an einem warmen Ort gehen lässt. Dann werden 75 Gramm Butter zerlassen und mit 70 Gramm Zucker, zwei Eiern und einer Prise Salz zum Hefeteig gegeben. Der Teig muss nun kräftig durchgeknetet werden und danach eine Dreiviertelstunde lang an einem warmen Ort ruhen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. 

Danach knetet man den Teig erneut und formt ihn zu einer Rolle. Von der Rolle schneidet man zwölf Scheiben ab und formt jede zu einer glatten Kugel. Die Teigkugeln müssen dann weitere 15 Minuten gehen, bevor man sie in einem Topf mit einem Liter erhitztem Pflanzenöl jeweil drei bis vier Minuten goldbraun ausbackt. 

Für die Füllung wird in jeden Berliner seitlich ein Loch gestochen, in das man mit einem Spritzbeutel je nach belieben zum Beispiel Himbeer-, Johannisbeer- oder Hagebuttengelee hineinfüllt. Zum Schluss wird der Berliner noch mit Puderzucker bestäubt und fertig ist die Leckerei!

Mit jeder Menge selbstgebackener Berliner wird der Karneval dann auf jeden Fall ein Genuss...

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