Ein Muss für die Feiertage Die schönsten Weihnachtsfilme: Schnee, Glitzer - und ein bisschen Blut

Alle Jahre wieder... "Drei Nüsse für Aschenbrödel", "Sissi" und "Tatsächlich ... Liebe"? Ja, aber nicht nur, denn es gibt noch mehr sehenswerte Weihnachtsfilme. Das sind die besten.

 

"Drei Nüsse für Aschenbrödel", "Sissi" und "Tatsächlich ... Liebe" gehören zu den Weihnachtsfilmklassikern. Doch nicht nur diese drei Streifen passen in die Vorweihnachtszeit. Auch in anderen Filmen schneit und glitzert es schön - ab und zu fließt allerdings ein bisschen Blut. Das sind die besten Filme - in chronologischer Reihenfolge:

Was machen Frauen morgens um halb vier? (2012)

Franzi Schwanthaler (Brigitte Hobmeier, l.) und ihr Weihnachtsstollen-Team Foto:tellux/ Thomas R. Schumann

Über der alleinerziehenden Mutter und Bäckerin Franzi Schwanthaler (Brigitte Hobmeier) stürzt der Himmel ein, als ihr die neu eröffnete Filiale einer Backkette mit Dumping-Preisen die Kunden wegschnappt. Ihr Chef und Vater Josef (Peter Lerchbaumer) erleidet vor Kummer einen Herzinfarkt. Ihre Schwester Carmen (Muriel Baumeister) eilt aus dem großen Berlin in das kleine bayerische Dorf, um zu helfen. Als die beiden auch noch auf Bankschulden stoßen, muss eine Lösung her. "Weihnachtsstollen" und "Globalisierung" lauten die Zauberworte... "Was machen Frauen morgens um halb vier?" ist ein bodenständiges und liebevoll inszeniertes Märchen zwischen Bayern und Dubai.

Zimtstern und Halbmond (2010)

Barbara (Lisa Maria Potthoff) bringt ihren Verlobten Kamal (Omar El-Saeidi) mit ins oberbayerische Idyll ihrer Eltern Foto:ARD Degeto/Erika Hauri

Um gemeinsam Weihnachten zu feiern, fahren Barbara Hinrichs (Lisa Maria Potthoff) und ihr Liebster Kamal (Omar El-Saeidi) zu ihren Eltern in ein idyllisches verschneites Dorf in Bayern. Er ist Palästinenser und will Pilot werden, doch es gibt ein Problem. Ein Problem haben auch ihre Eltern bei der Vorstellung, einen Araber als Schwiegersohn zu bekommen. Weder der ehemalige norddeutsche Kapitän Gottfried Hinrichs (Robert Atzorn) noch seine Frau, die erzkatholische Lisbeth Hinrichs (Gundi Ellert), finden die Idee gut. Und als dann noch seine Familie eintrudelt, sind die Voraussetzungen für eine amüsante, inzwischen ein bisschen aus der Zeit gefallene Culture-Clash-Komödie perfekt...

Brügge sehen... und sterben? (2008)

Chloë (Clémence Poésy), Ray (Colin Farrell) und Jimmy (Jordan Prentice, r.) im vorweihnachtlichen Brügge Foto:ddp images

Die Auftragskiller Ray (Colin Farrell) und Ken (Brendan Gleeson) sitzen in der Vorweihnachtszeit zwischen malerischen Kanälen und mittelalterlichen Kirchen im kleinen belgischen Brügge fest. Sie warten auf einen Anruf von ihrem Boss Harry (Ralph Fiennes) mit weiteren Instruktionen. Ray und Ken vertreiben sich die Zeit - Ken mit Kultur, Ray mit der lokalen Schönheit Chloë (Clémence Poésy). Weder ihr Ex ist davon begeistert, noch sein Boss. Deshalb erhält Ken den Auftrag, seinen Kumpel Ray zu töten... Colin Farrell, Brendan Gleeson und Ralph Fiennes bei diesem Treiben in "Brügge sehen... und sterben?" zuzusehen, ist ein echter Hochgenuss.

Liebe braucht keine Ferien (2006)

Nur ein Flirt? Amanda (Cameron Diaz) und Graham (Jude Law) Foto:ddp images

Die erfolgreiche Unternehmerin Amanda (Cameron Diaz) aus dem sonnigen Kalifornien und die naive Journalistin Iris (Kate Winslet) aus dem verschneiten England haben kein Glück in der Liebe. Via Haustausch-Portal im Internet tauschen die beiden Frauen während der Weihnachtsferien ihre Häuser. Damit ändert sich das Leben der beiden Singles von Grund auf... "Liebe braucht keine Ferien" ist eine Romantikkomödie wie sie im Buche steht.

Die Familie Stone - Verloben verboten! (2005)

Die New Yorkerin Meredith Morton (Sarah Jessica Parker) Foto:Twentieth Century Fox

In "Die Familie Stone - Verloben verboten!" erlebt die New Yorkerin Meredith Morton (Sarah Jessica Parker) einen totalen Albtraum. Zusammen mit ihrem Verlobten Everett Stone (Dermot Mulroney) und dessen Familie will sie die Weihnachtsfeiertage verbringen, doch alles geht schief. Weder Mutter Sybil Stone (Diane Keaton) noch seine Schwester Amy Stone (Rachel McAdams) machen es ihr leicht. Einzig der unkonventionelle Bruder ihres Verlobten, Ben Stone (Luke Wilson), hilft ihr aus den Fettnäpfchen - wenn man so will... Sehr unterhaltsame Hollywood-Komödie mit keinem 100-prozentigen Happy End.

Der Polarexpress (2004)

In der Nacht vor Heiligabend beginnt für einen Jungen ein großes Abenteuer Foto:Warner Bros. Pictures

Im Jahr 2004 kam der computeranimierte Kinderfilm "Der Polarexpress" in die Kinos. Der Kult-Regisseur Robert Zemeckis (62, "Forrest Gump") erzählt darin die Geschichte des gleichnamigen Kinderbuchs von Chris Van Allsburg. Ein kleiner Junge wartet an Heiligabend auf den Weihnachtsmann und hört dabei Geräusche eines Zuges. Der Polarexpress nimmt den Protagonisten mit auf eine einmalige Reise zum Nordpol.

Tatsächlich ... Liebe (2003)

Für Heike Makatsch läuft im Film "Tatsächlich ... Liebe" Weihnachten nicht nach Plan Foto:ddp images

Einen der beliebtesten Weihnachtsfilme der vergangenen Jahre lieferten uns die Briten mit "Tatsächlich ... Liebe". Englands Premier verspürt eine unziemliche Zuneigung zu einer Mitarbeiterin, zwei Porno-Doubles müssen ihre Schüchternheit überwinden und ein verstörter Schriftsteller findet erst in der Ferne sein Glück. Am Ende verweben sich alle Schicksale in einem großen Finale, das mit Mariah Careys Weihnachtshit "All I want for Christmas is you" stimmungsvoll untermalt ist. Wem da nicht das Herz aufgeht, dem ist nicht zu helfen...

Bridget Jones (2001)

Bridget Jones (Renée Zellweger) und (Colin Firth) diskutieren über das leidige Tagebuch Foto:ddp images

"Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück" beginnt mit einem Neujahrsbrunch, das sich wohl keiner wünscht: Single Bridget Jones muss zum alljährlichen Event zu ihren Eltern. Dort angekommen, wird sie in ein albernes Kostüm gesteckt. Doch auch der ebenfalls geladene Anwalt Mark Darcy wurde von seiner Mutter präpariert... Was sich aus dieser Begegnung entwickelt, hat Filmgeschichte geschrieben - und Renée Zellweger und Colin Firth zu Superstars gemacht. Nach wie vor sehr sehenswert.

Der Grinch (2000)

Die achtjährige Cindy Lou (Taylor Momsen) interessiert sich sehr für das merkwürdige Wesen namens Grinch (Jim Carrey) und seine Geschichte Foto:Universal

Der seltsame Grinch (Jim Carrey) und sein Hund Max leben in einer Höhle in den Bergen. Die Menschen, insbesondere die von Whoville, meiden die grüne Kreatur. Weihnachten steht vor der Tür. Doch von besinnlicher Stimmung kann in der Stadt nicht die Rede sein, geschäftiges Treiben bestimmt den Alltag. Bis der Grinch eine diabolische Idee hat... "Der Grinch" ist schön kitschig, bitterbös und dank der hintergründigen Geschichte allemal sehenswert.

Single Bells (1998)

Kati Treichl (Martina Gedeck) und Jonas Meixner (Gregor Bloeb) haben schon lange ihre Flucht vor dem Weihnachtsrummel nach Mauritius geplant Foto:SWR/WDR/ORF/Milenko Badzic

"Single Bells" (19. Dezember 2015, 21:50 Uhr, WDR) spielt im malerisch verschneiten Österreich. Das ist aber auch schon alles an Idylle. Denn diese bitterböse Komödie ist einer der unterhaltsamsten Anti-Weihnachtsfilme aller Zeiten. Wer danach noch Angst vor familiärem Stress unter dem Christbaum hat, der sollte schleunigst einen Flug nach Mauritius buchen. So wie die Wiener Kati Treichl (Martina Gedeck) und Jonas Meixner (Gregor Bloeb) zu Beginn des Films. Doch kurz vor dem Abflug will sie statt Luxusurlaub ein Kind. Er ist stinksauer und sie flieht zu ihrer Schwester ins vermeintliche Familienidyll...

Während Du schliefst (1995)

Zwischen Schein und Sein: Lucy Moderatz (Sandra Bullock) Foto:ddp images

Und wieder Hollywood: Für ihre Rolle der Lucy Moderatz in "Während Du schliefst" wurde Sandra Bullock für Golden Globe, American Comedy Award und MTV Movie Award nominiert. Ein Star war sie damals schon, denn "Speed" erschien im Jahr davor. Eigentlich hätte Julia Roberts die tollpatschige und einsame Ticketverkäuferin an einer Chicagoer Hochbahn-Station spielen sollen. Die lehnte jedoch ab und so sehen wir eben besagte Bullock in der Verwechslungskomödie: Am 1. Weihnachtsfeiertag rettet sie den bewusstlosen Peter Callaghan. Er liegt im Koma. In der Klinik halten sie alle plötzlich für seine Verlobte...

Schlaflos in Seattle (1993)

Annie (Meg Ryan) und am (Tom Hanks) treffen sich in New York Foto:ddp images

Auf dem Weg zu ihren zukünftigen Schwiegereltern hört die Journalistin Annie (Meg Ryan) am Weihnachtsabend im Autoradio, wie der einsame Witwer Sam (Tom Hanks) über seine kürzlich verstorbene Frau erzählt. Spontan fühlt sie sich hingezogen zu diesem Mann, der seine Gefühle so sensibel in Worte fasst... Nie wurde die Geschichte von der großen Liebe, die irgendwo da draußen auf jeden von uns wartet, so schön kitschig erzählt wie in "Schlaflos in Seattle".

Kevin allein zu Haus (1991)

Kevin (Macaulay Culkin) flüchtet vor einem Officer Foto:20th Century Fox Home Entertainment

Kein Fest ohne "Kevin - allein zu Haus": Die Komödie von Regisseur Chris Columbus hat auch über 20 Jahre nach ihrer Premiere nichts an ihrem Charme eingebüßt. Klein Kevin (Macaulay Culkin) verteidigt das Haus in Abwesenheit seiner Eltern mit allerlei kreativen Tricks und originellen Fallen gegen die beiden "Feuchten Banditen" Marv und Harry. Eine warmherzige Komödie, pädagogisch vielleicht nicht immer unbedingt wertvoll, aber in jedem Fall köstliche Familienunterhaltung.

Harry und Sally (1989)

Harry (Billy Crystal) und Sally (Meg Ryan) haben ihren Christbaum gefunden Foto:ddp images

Harry (Billy Crystal) und Sally (Meg Ryan) treffen sich erstmals am Ende des Studiums. Sie nimmt ihn in ihrem Auto von Chicago nach New York mit. Im Laufe der nächsten zehn Jahre treffen sich die beiden zufällig immer wieder. Sympathisch werden sie sich lange nicht. Irgendwann stehen sie aber doch vor der Frage: Ist es Freundschaft, bloßer Sex oder wirklich Liebe? ... Styling und Klamotten muss man sich inzwischen vielleicht wegdenken, die Geschichte ist jedoch zeitlos, klug und romantisch.

Stirb langsam (1988)

Mit "Stirb langsam" wurde Bruce Willis zum Action-Superstar Foto:ddp images

"Yippie ya yay - Schweinebacke!" Dank "Stirb langsam" brauchen wir auch in der besinnlichen Zeit des Jahres nicht auf völlig unbesinnliche Filme zu verzichten. Schwerbewaffnete Männer stürmen ausgerechnet an Heiligabend ein Bürohochhaus in Los Angeles und versauen so dem Polizisten John McClane (Bruce Willis in seiner Paraderolle), der sich dort mit seiner von ihm getrennt lebenden Frau treffen möchte, das Weihnachtsfest. Das kann der natürlich nicht auf sich sitzen lassen und geht mit aller Härte gegen die Gangster vor - sein Unterhemd wird dabei von Minute zu Minute Blut besudelter.

Der kleine Lord (1980)

Ceddie Errol (Ricky Schroder) Foto:ARD Degeto

Der Earl of Dorincourt (Alec Guinness) holt seinen Enkel Ceddie (Ricky Schroder) und dessen Mutter aus den USA nach England, um ihn auf seinem Schloss standesgemäß zu erziehen. Doch unter dem Einfluss des Jungen verändert sich ein ganz anderer: Aus dem alten Grantler wird ein Wohltäter... Die Verfilmung des gleichnamigen Buches "Der kleine Lord" zählt zu den vorweihnachtlichen TV-Klassikern - nicht nur für Kinder.

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (1973)

Kurz vor dem Happy End: Aschenbrödel und der Prinz Foto:ARD Degeto

Und wenn sie nicht gestorben sind... Wer es klassischer mag, greift zu "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel". Vor allem weibliche Zuschauer dürften mit dem Film ihre Freude haben. Der Stoff beruht auf Motiven des gleichnamigen Märchens von Bozena Nemcova, der das Grimmsche Motiv von "Aschenputtel" um drei Haselnüsse als Wunschinstrumente erweitert hat.

Sissi (1955)

Romy Schneider in der von den Fans vergötterten, von ihr selbst später aber so verhassten Rolle der Sissi Foto:ddp images

Weihnachten ist "Sissi"-Zeit. Alle Jahre wieder verzaubert Romy Schneider als junge Kaiserin und obwohl man es schon tausend Mal gesehen hat, entlockt einem das Happy End auf dem Markusplatz in Venedig immer noch ein Grinsen. Doch bevor es soweit ist, wird Liesl von Possenhofen vom Leben geprüft. Da wäre zum einen die Hochzeit mit Franzl (Karlheinz Böhm), der eigentlich für ihre Schwester Helene bestimmt war. Außerdem leidet sie unter dem ewigen Zwist mit der unbarmherzigen Schwiegermutter Sophie und schließlich erkrankt sie auch noch an einer schweren Lungenerkrankung. Aber wir wissen ja: Alles wird gut!

Ist das Leben nicht schön? (1946)

Alles wird gut: George Bailey (James Stewart) inmitten seiner Lieben Foto:ddp images

Der Ur-Weihnachtsfilm schlechthin ist einer aus den USA: "Ist das Leben nicht schön?" kam ein Jahr nach Kriegsende in die Kinos und was soll man sagen, er rührt noch immer... Erzählt wird die Geschichte von George Bailey (James Stewart), der in der Weihnachtsnacht seinen Lebensmut verliert und sich von der Brücke stürzen will. Doch ein Engel rettet ihn und zeigt ihm, wie seine Welt aussehen würde, wenn er nie geboren wäre.

 

 

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