Ein Jahr nach dem Absturz Trotz Katastrophe: Schüler fliegen wieder Germanwings

Ein Jahr nach der Katastrophe fliegen wieder Schüler aus Haltern am See mit germanwings. Foto: dpa

Vor einem Jahr kam es zur Germanwings-Katastrophe in den französischen Alpen. Haltern am See weigert sich, die tragischen Ereignisse von damals das heutige Handeln diktieren zu lassen.

Haltern am See - Fast ein Jahr ist es her, dass Germanwings-Pilot Andreas Lubitz seinen vollbesetzten Airbus mit der Flugnummer 4U9525 absichtlich an einem Berg zerschellen ließ. Das kleine Städtchen Haltern am See, aus dem 18 der 150 Todesopfer stammten, wurde damals zum Sinnbild der Tragödie.

16 Schüler und Schülerinnen sowie zwei Lehrerinnen waren auf dem Rückflug von einem Schüleraustausch in Spanien, freuten sich auf die Heimkehr zu ihren Familien. Die kleine Stadt in  Nordrhein-Westfalen mit ihren 37.000 Einwohnern wurde durch den sinnlosen Tod ihrer Kinder bis ins Mark erschüttert.

Heute erinnert eine Gedenktafel vor dem Joseph-König-Gymnasium an die 18 Toten, "die durch die Flugkatastrophe am 24.03.2015 aus dem Leben gerissen wurden". Doch auch wenn mit der Tafel die Erinnerung wachgehalten wird, will man sich in Haltern nicht durch die tragischen Ereignisse der Vergangenheit lähmen lassen.

Dieser Tage fliegen erneut Schüler und Schülerinnen des Gymnasiums nach Barcelona – um so den seit Jahren gepflegten Schüleraustausch fortzuführen. "Es ist wichtig, dass wir diesen Austausch beibehalten", sagte Schulleiter Ulrich Wessel der Rheinischen Post.

Dafür steigen die 23 Jugendlichen und zwei Lehrer sogar wieder in eine Germanwings-Maschine: "Auf dem Rückflug fliegen wir wieder mit Germanwings", bestätigte Wessel. Allerdings habe man dieses Mal Köln statt Düsseldorf als Start- und Endpunkt der Reise gewählt, um eine weitere Parallele zu den Ereignissen von letztem Jahr zu vermeiden.

 

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