Ein Jahr nach dem illegalen Abriss des Uhrmacherhäusls in Giesing erinnern Anwohner kreativ an die dreiste Aktion.

Giesing - Immer noch klafft eine Lücke in der Feldmüllersiedlung, dort, wo an der Oberen Grasstraße vor einem Jahr noch das Uhrmacherhäusl stand. Bauarbeiter haben das denkmalgeschützte Haus illegal abgerissen. Am Samstag, zum Jahrestag, haben Bürger an diesen schwarzen Tag für das Viertel erinnert.

Wöchentliche Mahnwache am Uhrmacherhäusl

Seit einem Jahr versammelt sich die Initiative "Heimat Giesing" einmal pro Woche zur Mahnwache. Samstag wurde in größerem Stil gedacht: Es gab Musik, Reden und ein Theaterstück, in dem der Hausbesitzer tatsächlich für den Abriss ins Gefängnis muss.

Wie die Sache fernab der Bühne ausgeht, darüber herrscht auch ein Jahr später Unklarheit. Zwar hatte die Stadt den Eigentümer darauf verpflichten wollen, das Uhrmacherhäusl wieder originalgetreu aufzubauen. Dagegen hat dieser aber Einspruch eingelegt. Eine Gerichtsentscheidung in den kommenden Monaten ist nicht abzusehen.

Und auch die polizeilichen Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen. Der Eigentümer behauptet, den Abriss nicht angeordnet zu haben. Das Gegenteil müsste man erst beweisen.

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