"Ein ganzes halbes Jahr" Das hat Jojo Moyes im Film geändert

Mit "Ein ganzes halbes Jahr" hat Jojo Moyes für einen Bestseller gesorgt. Und auch das Drehbuch für die Verfilmung geschrieben. Nicht alles ließ sich allerdings auf der Leinwand umsetzen.

 

München - Viele Fans des Bestsellers "Ein ganzes halbes Jahr" freuen sich auf den heutigen Donnerstag: Die Verfilmung des Erfolgsromans von Jojo Moyes mit Emilia Clarke (29, "Game of Thrones") und Sam Claflin (29, "Die Tribute von Panem - Catching Fire") in den Hauptrollen läuft in Deutschland an. Die arbeitslose Lou findet darin einen neuen Job als Pflegerin des querschnittgelähmten Will, der sich das Leben nehmen will. Und man merkt sofort, dass Moyes selbst das Drehbuch geschrieben hat.

Der Liebesfilm ist sehr nahe an der Buchvorlage. Nicht nur die Charaktere liegen nah an dem Original, auch Schlüsselelemente wie das rote Kleid und die gestreiften Strumpfhosen haben es in den Film geschafft. Weil die Kino-Version aber ansonsten sechs Stunden dauern würde, musste Moyes natürlich einige Änderungen vornehmen, wie sie "BuzzFeed" erklärte.

Keine Affäre, keine Schwester

So kommt im Film beispielsweise die Geschichte nicht vor, dass Louisa, kurz "Lou" (gespielt von Emilia Clarke), als sie noch jünger war, überfallen worden ist und darunter noch leidet. Sie erzählt Will im Buch davon. Diese Szene wurde zwar gedreht, später aber rausgestrichen, so Moyes. Das hätte auf dem Bildschirm einfach nicht funktioniert, erklärt sie. Um nicht zu sehr von der Haupthandlung abzulenken, wurde auch die Affäre, die Wills Vater in der Vorlage hat, aus dem Streifen gestrichen. Ganz im Gegenteil: Wills Eltern erscheinen im Film als starkes Paar, das zusammenhält, auch wenn sie in der entscheidenden Frage zunächst geteilter Meinung sind.

Da Wills Schwester Georgina, von der Lou im Buch über dessen Suizid-Pläne erfährt, nichts weiter zur Handlung beitrage, "musste sie gehen", sagt die Autorin zudem über den Plot, in dem Will (gespielt von Sam Claflin) keine Geschwister hat. Louisa und ihr Freund Patrick (gespielt von Matthew Lewis) wohnen auf der Leinwand auch nicht zusammen. Eifersüchtig auf Will ist Patrick allerdings trotzdem in der Verfilmung.

Ein Handlungsstrang

Die ganzen Kapitel, die aus der Sicht anderer Figuren geschrieben sind, werden im Film nicht aufgegriffen. Fast nur Louisas Perspektive wird darin erzählt. Andere Details wie Lous Recherche in Chat-Rooms oder die Tattoos, die sich die beiden stechen, wurden ebenfalls ausgespart. In der Kino-Version findet Lou zudem weniger klare Worte, was ihre Gefühle für Will betrifft.

Was Lou für Will empfindet, ist dennoch im Film ganz deutlich zu sehen. Was sicher an Emilia Clarke und Sam Claflin liegt, die ihren Rollen sehr viel Liebe einhauchen. Und auch wenn die Fans des Buchs das Ende bereits kennen - Taschentücher sollten dennoch griffbereit sein.

 

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