Eiern aus Niedersachsen Neuer Dioxin-Alarm: Eier mit diesem Code nicht essen!

Droht eine neuer Dioxin-Skandal: Belastete Eier aus Niedersachsen könnten im Handel sein. Foto: dpa

Das Ministerium warnt vor verseuchten Eiern aus Niedersachsen, die noch im Handel sein könnten. Eier mit einem speziellen Erzeugercode sollten nicht verzehrt werden

 

Hannover/Meppen - Erneuter Dioxin-Alarm wegen Eiern aus Niedersachsen: Derzeit prüfen die Behörden, ob sich noch belastete Eier im Handel befinden und suchen nach der Ursache der Dioxin-Belastung. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich Eier aus dem zwischenzeitlich gesperrten Freilandbetrieb im Landkreis Emsland weiterhin in den Verkaufsregalen befinden, sagte eine Sprecherin des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums am Mittwoch auf dapd-Anfrage in Hannover.

Die Eier seien über eine Vermarktungsgesellschaft im Landkreis Diepholz an mehrere Handelsketten ausgeliefert worden, unter anderem nach Bayern. Eine unmittelbare Gesundheitsgefahr durch den Verzehr bestehe aber nicht. Derzeit werde daran gearbeitet, die Lieferketten nachzuvollziehen, fügte die Sprecherin an.

Am Montag war der betroffene Bio-Freilandbetrieb mit 12.000 Legehennen im Emsland wegen vierfach überhöhter Grenzwerte für Dioxine und dioxinähnliche PCB gesperrt und die Vermarktung gestoppt worden. Die Werte waren bei Eigenkontrollen festgestellt worden. Tags darauf wurden in verschiedenen Bereichen des Hofes Eierproben entnommen und zur Ursachenforschung an das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in Oldenburg (LAVES) geschickt.

Ministerium gibt Warnmeldung heraus

Untersucht werden soll, ob das Gift über den Boden in die Eier gelangte oder ob es andere Ursachen für die Belastung gibt. „Mit Ergebnissen rechnen wir in der kommende Woche“, sagte eine Sprecherin des Landkreises Emsland am Mittwoch in Meppen. Zudem hätten LAVES-Mitarbeiter am Dienstag Futtermittelproben in dem Betrieb entnommen. Auch diese würden derzeit untersucht. Der betroffene Betrieb bleibe gesperrt, bis die Ursache geklärt sei und die Grenzwerte wieder eingehalten würden, fügte die Sprecherin an.

Wegen der bislang unklaren Lieferkette hatte das Landwirtschaftsministerium in Hannover am Dienstag eine weiterhin gültige Warnmeldung herausgegeben. Eier mit dem Erzeugercode 0-DE-0356091 und einem Mindesthaltbarkeitsdatum vom 14. Juni und später sollten den Angaben zufolge nicht mehr verzehrt, sondern vernichtet werden.

 

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