Ehemaliger OB von München Requiem für Erich Kiesl: Bilder von der Trauerfeier

Uli Hoeneß und Seppi Schmid waren unter der Trauergästen. In St. Michael in der Neuhauserstraße fand eine Totenmesse zu Ehren des jünst verstorbenen Münchner Ex-OB Erich Kiesl statt. Die Bilder von der Trauerfeier... Foto: Gregor Feindt

Trauer um Erich Kiesl: In St. Michael in der Neuhauserstraße fand ein Requiem für Münchens ehemaligen Bürgermeister statt. Unter den Gästen: Uli Hoeneß, Seppi Schmid, Peter Gauweiler.

 

Die Sonne über München leuchtete ein paar Minuten durch die hohen Fenster der renovierten Jesuiten-Prachtkirche „St. Michael“, einst Lieblings-Gotteshaus von Medien-Mogul Leo Kirch, auf den hellen Tannenholz-Sarg von Erich Kiesl. Der frühere Oberbürgermeister (1978-84) starb nach schwerer Krankheit mit 83 Jahren.

Die Trauerfeier wurde mit 500 Freunden von Kiesl abgehalten. Die meisten seiner alten Spezln haben sich schon vor Jahren nach oben verabschiedet. Pater Karl Kern zelebrierte sehr modern. „Kiesl war beliebt und geschätzt und plötzlich in der Ecke – das will verkraftet sein“, sagte der Geistliche in Anspielung auf den politischen Niedergang des einst erfolgreichen CSU-Mannes.

Witwe Edigna, mit der Kiesl seit 1959 verheiratet war, und und der Rest der großen Familie samt Kindern und sieben Enkelkindern, nahmen in den linken Bankreihen Platz. Münchner Geschäftsleute und andere Trauergäste, fast alle in Dunkel, kaum jemand in Tracht, saßen rechts. Ludwig Spaenle (hielt die Traueransprache), Peter Gauweiler, Thomas Zimmermann, Ex-Sheriff Manfred Schreiber, Uli Hoeneß, Bau- und Bräu-First Lady Alexandra Schörghuber, Willi O. Hoffmann, Fritz Scherer, Fabrikant Franz Haushofer, Anwalt Michael Reichardt, die Gastronomen Peter Pongratz mit Frau Arabella, Peter Schmuck, Münchens einst jüngster Stadtrat Klaus Hirth und Wett-Unternehmer Romi Ryba.

Kiesl- und Strauß-Vertrauter Karl Dersch wurde nicht in Reihe 1 gesichtet. Er arbeitete sich während der Messe von hinten in die dritte Bankreihe vor. Für frühere OBs wie Hans-Jochen Vogel und Georg Kronawitter sowie das noch amtierende Stadtoberhaupt Christian Ude lag der Beerdigungstermin anscheinend ungünstig. Sie waren weder in der Kirche, noch auf dem Friedhof.

„Wir sind nur Gast auf Erden“, sang die Trauergemeinde und erhob sich für eine Gedenkminute, während der Jesuitenpater den blumengeschmückten Sarg, vor dem Kiesls Kommunionskerze brannte, mit Weihwasser besprengte.

Zur Rechten waren in bayerischer Reihenfolge die Kränze der „Landeshauptstadt München“ (bunte Blumenwelt), des „Bayerischen Landtags“ (weiß-blaue Flora) und des „FC Bayern“ (rot-weiße Blüten) aufgestellt. Eine Abordnung des Schützenvereins stand Ehrenwache. CSU-OB-Kandidat Josef Schmid kondolierte Edigna als Erster. Um 14 Uhr wurde Erich Kiesl auf dem kleinen Bogenhausener Friedhof beigesetzt. Der Vor-Paradies-Gottesacker war überfüllt. Sein Grab befindet sich direkt neben dem von Helmut Fischer, dem Monaco Franze. Zum Leichenschmaus ging’s danach zum Nockherberg.

 

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