Ehe-Aus bei van der Vaart Sylvie und Rafael: "Krise gut versteckt"

Sylvie van der Vaart geht mit ihrer Freundin Sabia Boulahrouz durch Hamburg spazieren. Foto: dapd

Fußballstar van der Vaart hat seine Frau Sylvie an Silvester zu Boden gestoßen. Der Anwalt des Paares erklärt das Ehe-Aus der beiden – und eine Psychologin das Schauspieltalent

 

Hinter einer dunklen Sonnenbrille versteckt Sylvie van der Vaart ihre Augen. Sie geht mit ihrer Freundin Sabia Boulahrouz durch Hamburg spazieren. Was die beiden gestern besprachen, das ist heute Thema in ganz Deutschland.

Zur gleichen Zeit trifft Noch-Ehemann Rafael am Hamburger Flughafen ein, geht kommentarlos an der versammelten Medienschar vorüber. Er gibt ein paar Autogramme, wirkt abwesend. Als einer der ersten seiner Mannschaft flüchtet er durch die Sicherheitskontrolle.

Die holländischen Beckhams, Rafael und Sylvie van der Vaart, haben auf traurige Art ihr Ehe-Aus im verflixten siebten Jahr öffentlich gemacht: Vor versammelter Silvester-Partygesellschaft hat der Fußballer seine Moderatorin-Modelfrau zu Boden gestoßen – mindestens. Was genau passierte, ist unklar.

Fest steht: Die beiden sind kein Paar mehr. „Sie sind zu der Einsicht gekommen, dass sie sich in der vergangenen Zeit auseinandergelebt haben“, teilte ihr Anwalt gestern mit. Die Entscheidung zur Trennung hätten sie getroffen, „trotz der Tatsache, dass sie einander noch immer sehr lieben und einen kleinen Sohn aus dieser Ehe haben“.

Hinter der Glitzer-Fassade von Hamburgs Glamour-Paar Nummer Eins kriselte es wohl schon lange. Aber das haben die beiden versteckt.

Zum Beispiel mit dem strahlendes Familienfoto vor dem Weihnachtsbaum samt Sohn Damian, das sie an Heiligabend durch die sozialen Netzwerke sendeten.

„Bei Promis geht es nicht anders zu als bei Schmids von nebenan“, sagt die Münchner Paartherapeutin Andrea Bräu. „Da wird demonstrativ etwas nach außen getragen, um ein inneres Brodeln zuzudeckeln. So macht man sich selbst etwas vor.“ Und den Fans.

Aber an der Silvesterfeier, zu der die van der Vaarts Freunde in ihre Eppendorfer Penthouse-Wohnung geladen hatten, kochte es über. „Ich hoffe, ihr hattet auch eine tolle Zeit beim Feiern gestern!“, schreibt der Fußballer am Tag danach scheinheilig auf seiner Facebookseite.

Als die Medien anrufen, gibt er den Vorfall zu. „ Es war eine große Dummheit von mir, ich bin ein Idiot“, sagt van der Vaart der „Bild“. Eine Reaktion von Sylvie? Sie habe ihm verziehen, sagt die 34-Jährige.

„Wenn jemand so explodiert, spricht das dafür, dass er einiges an Ärger oder Eifersucht in sich hineingefressen hat“, sagt Scheidungsanwalt Hermann Messmer. „Meist lebt sich auch einer mehr auseinander als der andere.“ Berühmte Leute hätten es eher schwerer in der Ehe – die ständige Beobachtung, der Druck, die Verlockungen. „Menschen, die es weit gebracht haben, sind oft Egoisten, sonst wären sie nicht weit gekommen“, sagt Messmer. „Und es ist nicht leicht, mit Egoisten zusammen zu sein.“

Dafür können sie sich, wenn die Ehe schief geht, eine Scheidung auch leisten. „Es ist zu erwarten, dass sie sich image-freundlich trennen und dies eher das Ende als der Anfang eines Rosenkriegs ist“, sagt Messmer.

Sylvie van der Vaart wird mit Sohn Damian in der Hamburger Wohnung bleiben. Mann Rafael ist gestern ins Trainingslager nach Abu Dhabi geflogen, bleibt dort bis zum 10.

Auf seinem Facebook-Account melden sich hunderte User zu Wort: Die Kommentare reichen von „Was bist du denn für ein Lappen?“ über „Er hat in schweren Zeiten zu ihr gehalten“ bis zu „Ich bin für deine Frau da!“. HSV-Anhänger sorgen sich, dass die Sache seiner Form schadet.

Sie beruhigt der Fußballer gestern via „Bild“: „Die Fans werden den alten Rafael spielen sehen. Auch wenn ich private Probleme habe. Ich habe viele Fehler gemacht. Aber ich komme da raus.“

Ehefrau Sylvie hat ihr persönliches Trostrezept schon zwei Tage vor Silvester getwittert. „Mit der besten Freundin zu reden ist manchmal die Therapie, die man braucht – und Schokolade hilft auch.“

 

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