EHC Red Bull München Schmerzhafter Haie-Biss: EHC verliert 1:5 in Köln

Wenig Durchschlagskraft: Steve Pinizzotto (Mitte) erzielte das einzige Tor für den EHC. Foto: gepa pictures

Dieser Haie-Biss hat dem EHC wehgetan! Nach dem deutlichen 5:1 der Münchner in Spiel 1 am Mittwoch schnappten die Kölner Haie am Freitag zurück, fügten dem EHC Red Bull in Spiel 2 eine schmerzhafte 1:5-Pleite zu und glichen die Serie im Playoff-Halbfinale um die deutsche Eishockey-Meisterschaft auf 1:1 aus.

 

Köln - Alles wieder offen also vor dem dritten Spiel, das am Sonntag (14.30 Uhr/live bei ServusTV) wieder im Olympia-Eisstadion am Oberwiesenfeld stattfindet.

5:1 hatte der EHC das erste Kräftemessen gewonnen und dabei gegen müde Haie deutlich dominiert. Doch die Kölner drehten vor 18 068 Fans in der heimischen Arena den Spieß um, präsentierten sich viel entschlossener und deutlich abgezockter als noch am Mittwoch. „Ich bin jetzt, direkt nach der Partie, sehr sauer und enttäuscht. Wir hatten heute keine Disziplin im Spiel. Mein Respekt gilt der Arbeit der Kölner Haie, die heute ein großes Spiel gezeigt haben. Eines ist klar: Wir können nur mit Disziplin gewinnen“, schimpfte EHC-Trainer Don Jackson nach dem Spiel.

Der EHC offenbart in der Abwehr Lücken

Zwar kreiselte der EHC auch diesmal wieder viel im Kölner Drittel, konnte sich vor dem Tor aber nicht entscheidend durchsetzen. Yannic Seidenberg und Daryl Boyle vergaben in der Anfangsphase gute Chancen. Hinten hingegen stand der EHC nicht sattelfest, offenbarte immer wieder Lücken. Der freistehende Patrick Hager zimmerte die Scheibe in der 4. Minute zum ersten Mal an David Leggio vorbei – 1:0 für Köln. Münchens Torhüter hatte zwar freie Sicht, kam aber an den platziert und scharf geschossenen Puck nicht mehr heran. Und es kam noch schlimmer für den EHC: Nach einer Strafe gegen Daniel Sparre war der EHC gerade wieder komplett, als Kölns Ex-NHL-Star Alexander Sulzer Teamkollege Nick Latta auf die Reise schickte – der ließ Leggio aussteigen, 2:0 (7. Minute). Spätestens, als Ryan Jones den Puck aus zentraler Position zum 3:0 in die Maschen hämmerte (19.), musste man von einem völlig verkorksten Auftaktdrittel des EHC sprechen.

Die Festung Oberwiesenfeld muss nun halten

Der Weg zurück war nun schon weit, und blöderweise kamen nun noch Strafen dazu. Matt Smaby kassierte 2 + 10 Minuten nach einem Check gegen den Kopf, Yannic Seidenberg wanderte hinterher – in doppelter Überzahl ließ sich Köln nicht lange bitten, erneut Patrick Hager erzielte das 4:0 (26.). Nachdem Münchens „Sheriff“ Steve Pinizzotto in der 37. Minute noch auf 1:4 verkürzt hatte, ging der EHC zu Beginn des Schlussdrittels volles Risiko, Chancen gab es nun auf beiden Seiten. Bei eigener Überzahl lief der EHC aber dann in den alles entscheidenden Konter: Jones vollstreckte zum 5:1 (49.), nachdem die Red Bulls den Puck an der eigenen blauen Linie verloren hatten.

Damit war die Luft in den letzten zehn Minuten raus, Köln brachte das 5:1 sicher über die Zeit. Der EHC steht nun am Sonntag unter Druck, er muss am Oberwiesenfeld seinen Heimnimbus (vier Playoff-Heimspiele, vier Siege) unbedingt verteidigen, um nicht ins Hintertreffen zu geraten.

 

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