EHC Red Bull München "Ich will den wahren Jon DiSalvatore zeigen"

EHC-Stürmer Jon DiSalvatore. Foto: GEPA_pictures

Der Stürmerstar, warum er zum EHC Red Bull München zurückkehrt und wieso jetzt alles unter Trainer Don Jackson anders werden soll.

 

AZ: Herr DiSalvatore, willkommen zurück in München! Nur ein gutes halbes Jahr nachdem Sie den EHC nach dem Dauerzoff mit dem damaligen Trainer Pagé fluchtartig verlassen haben, wurden Sie am Montag wieder als Neuzugang verkündet. Wie kam’s?

JON DISALVATORE: Ich muss zugeben, ich war selber ein wenig überrascht, als mich der neue Trainer Don Jackson anrief. Wir sprachen etwa eine halbe Stunde miteinander und ich war von seiner Art, seinem Verständnis vom Eishockey begeistert. Ich war ja selber nicht damit zufrieden, wie mein erster Aufenthalt in München ablief, wie er endete. Es entspricht auch gar nicht meinem Charakter, einfach zu gehen. Ich habe damals auch schon zu meiner Frau gesagt: Ich hoffe, dass ich eines Tages die Chance kriege, hier einiges gerade zu rücken. Es ist sicher nicht so gelaufen, wie wir uns das alle gemeinsam vorgestellt hatten.

Sie kamen mit dem früheren Trainer Pierre Pagé, der den Verein nach der Saison verlassen hat, gar nicht zurecht.

Ich bin kein Mensch, der in der Vergangenheit verharrt. Was passiert ist, ist passiert. Aber das ist alles vorbei, damit beschäftige ich mich nicht mehr. Ich habe jetzt eine neue Chance hier bekommen, ich bin absolut begeistert. Ich will es jetzt allen hier beweisen. Der Plan ist es, den Fans in München und allen anderen den wahren Jon DiSalvatore zu zeigen. Es ist sicher eine ganz verrückte Geschichte, dass ich wieder da bin. Ich hätte selber nie gedacht, dass es so schnell passieren könnte. Aber mein Gott: Ich bin 33, ich werde nicht jünger. Also lieber jetzt als später, sonst wird aus dem später vielleicht doch ein nie.

Bringen Sie wieder Ihre Familie – Sie sind verheiratet und haben drei Töchter – mit?

Ja, ich bin ein absoluter Familienmensch. Und das Ganze wurde auch sehr gut vorbereitet dieses Mal. Das war auch so eine Sache, die beim ersten Mal schwieriger war, einen Platz für die Älteste für die Schule zu bekommen. Das Wichtigste in meinem Leben ist, dass meine Frau, dass meine Familie glücklich ist. Wenn es ihnen gut geht, geht es mir gut. Wir haben beide München als Stadt geliebt. Es ist ein toller Platz, um seine Kinder aufzuziehen. München ist schön, München ist sicher. Die Chance, wieder hier zu sein, hat bei meiner Entscheidung auch eine Rolle gespielt.

La Familia muss natürlich über alles gehen, wenn man einen derart italienisch klingenden Namen hat wie Sie.

(lacht) Ja, mein Urgroßvater stammte aus Italien, mein Onkel hat dann auch ein bisschen Ahnenforschung betrieben und festgestellt, dass meine Familie wohl von der italienischen Westküste stammt. Vielleicht habe ich mal Zeit, auf die Spurensuche meiner Familie zu gehen.  

 

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