EHC Red Bull München EHC: Die Angst vor dem Déjà-vu

Er verlässt den EHC München: Martin Buchwieser. Foto: sampics/Augenklick

EHC verliert  bei den  Mannheim Adlern nach einer 2:0-Führung noch mit 2:4. "Das war sehr bitter!" Verspielen sie die Playoffs?

München - Implosion – der plötzliche innere Zusammenbruch eines Objekts. Am Sonntag ist der EHC Red Bull München bei den Mannheim Adlern implodiert. Dabei lief 32 Minuten lang alles für das Team von Trainer Pat Cortina. Erst hatte Stürmer Ty Morris, der gerade erst einen Innenbandriss im Knie auskuriert hat, den EHC in Führung gebracht (9. Minute), dann hatte Brent Aubin sogar auf 2:0 erhöht. Es sah so aus, als könnten die Münchner, die am Freitag bei der 4:5-Heimpleite gegen Nürnberg schon wichtige Punkte im Kampf um die letzten Playoffplätze gelassen hatten, beim großen Favoriten das Habenkonto aufbessern.

Doch mitnichten. Die Mannheimer drehten auf – und schossen den EHC, der erstmals wieder mit Martin Buchwieser antreten konnte, der seine Acht-Spiele-Sperre nach seinem Schiri-Schubser im Januar, abgesessen hat, ins Eishockeyverderben. Kenneth Magowan (32.), Kenneth Glumac (45.), Christoph Ullmann (53.) und erneut Magowan drehten vor 12<TH>537 Zuschauern das Spiel für den sechsmaligen deutschen Meister. „Das waren zwei extrem bittere Niederlagen, es tut weh“, sagte Manager Christian Winkler der AZ, „aber noch haben wir die Chance, die Playoffs zu schaffen.“

Jetzt geht die Angst vor dem Déjà-vu um. Vergangene Saison hatte der EHC sich vier Spieltage vor dem Ende aus den Playoffplätzen verabschiedet, jetzt rutscht man am drittletzten Spieltag auf Platz zehn ab. Erst kürzlich hatte Stürmer Klaus Kathan gewarnt: „Bloß nicht der gleiche Mist wie vergangene Saison. Das darf nicht sein.“

Am Freitag (19.30 Uhr, Olympiaeishalle) und am Sonntag (14.30 Uhr) bei den Hamburg Freezers, müssen nun dringennd Punkte her, damit für den EHC die Saison nicht erneut schon nach der regulären Spielzeit beendet ist. Winkler: „Wir müssen am Freitag gegen Berlin gewinnen, da muss man nicht um den heißen Brei herumreden. Es geht jetzt um alles.“

 

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