EHC Red Bull München Die Fehlerhaften

Unterlegen: Der EHC Red Bull München mit Stürmer Daniel Sparre (am Boden) verliert bei den Wolfsburg Grizzlys mit 2:3. Foto: GEPA pictures/ho

Wieder mal verschläft der EHC München den Start in eine Partie und liegt bei der 2:3-Pleite in Wolfsburg gleich 0:3 zurück. „Wir haben uns selber ein so tiefes Loch gegraben, da kamen wir nicht mehr raus.“

Wofsburg  -  Die neue Eishockey-Herrlichkeit des EHC Red Bull München, der sechs seiner letzten sieben Spiele – darunter die beiden Partien vor jeweils 10 000 Zuschauern in der Olympiahalle gegen Augsburg (6:3) und Berlin (3:0) – gewonnen hatte, fand nach nur 19 Sekunden in Wolfsburg sein Ende. Da traf Mark Voakes zum 1:0, sieben Minuten später vertändelte Matt Smaby den Puck – 2:0. Und weitere zwei Minuten später griff Keeper Danny aus den Birken ins Leere. Für ihn war der Arbeitstag dann auch schon beendet. David Leggio kam ins Tor, hielt den Kasten sauber, aber mehr als ein 2:3 war für den EHC nicht mehr drin. Die Red Bulls, die in dieser Saison wegen Start-Schlafmützigkeit schon oft negativ aufgefallen waren, mit einem üblen Rückfall in überwunden geglaubte Zeiten. „Wir hatten einen sehr schlechten Start, haben zu viele individuelle Fehler gemacht“, ärgerte sich Coach Don Jackson vor dem nächsten Spiel am Sonntag (16.30 Uhr) bei den Nürnberg Ice Tigers, „diese Fehler haben den Ausschlag gegeben.“

Fehler, Unkonzentriertheiten, Schlafmützigkeit. „Wir haben den Start einfach verpennt und es dann nicht mehr geschafft, unsere Chancen auf den Ausgleich zu nutzen“, sagte Nationalstürmer Yannic Seidenberg, der das 2:3 erzielt hatte, „wir haben uns das sicher anders erhofft.“

Erhofft sicher, dafür genug getan aber nicht. München war in der Anfangsphase nicht präsent. „Wenn wir unsere Fehler abstellen, dann sind wir auf einem guten Weg, denn wir spielen eigentlich sehr gutes Eishockey“, sagte Kapitän Michael Wolf. „Es war ein miserabler Start in die Partie, wir haben uns selber so ein tiefes Loch gegraben, aus dem wir dann nicht mehr herausgekommen sind“, analysierte Torjäger Jason Jaffray nach seinem 17. Saisontreffer – damit ist er der zweiterfolgreichste DEL-Goalgetter.

Wer sich selber eine Grube gräbt. . .    

 

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