EHC Red Bull München Blake Sloan: Plötzlich schießt er sogar Tore

Ein Verteidiger, der auch mal Tore schießen kann: Blake Sloan. Foto: oh

Blake Sloan kannte man bisher nur als zuverlässigen Verteidiger beim EHC. Jetzt erzielte er seine ersten beiden Tore im Trikot der Münchner.

 

München - Den Aufwind konnten EHC-Coach Pat Cortina und seine Spieler deutlich spüren vor Weihnachten. Seit Wochen ist die Truppe gut drauf, am Sonntag feierte sie gegen die Düsseldorfer EG den sechsten Heimsieg hintereinander. Doch vor dem Spiel bei den Augsburg Panther war klar: Jetzt muss der EHC auch ohne seine NHL-Stars beweisen, was er kann. Denn Paul Stastny flog noch an Heiligabend zur Familie nach Denver und feiert dort am Freitag seinen 27. Geburtstag. Blake Wheeler wird nach der Partie in Augsburg nach Amerika fliegen, beide kehren erst zum Heimspiel gegen die Adler Mannheim am 4. Januar zurück. „Jetzt müssen wir die nächste Stufe nehmen", sagte Verteidiger Blake Sloan.

Der 37-jährige ist der Oldie im Team, der erfahrendste Spieler, der 1999 sogar schon selbst einmal in der NHL den Stanley Cup mit den Dallas Stars gewonnen hat. Bislang galt er als die ruhige Führungspersönlichkeit beim EHC, als ein Spieler, der kaum Fehler macht. Richtig in Schwung kam er aber wie das gesamte Team erst in den letzten Wochen. „Was Blake zurzeit spielt, ist schon grandios“, sagte Manager Christian Winkler. Defensiv steht er immer sicherer, bekommt ein Lob nach dem anderen und jetzt schlägt er auch offensiv zu: Erst am vergangenen Freitag beim Derby in Straubing, dann gegen Düsseldorf, seine ersten beiden Tore im EHC-Trikot, die immer nach dem selben Schema abliefen. Pass zurück, Sloan lauerte an der blauen Linie und donnerte die Scheibe ins Netz. „Es macht schon Spaß auch mal ein Tor zu schießen“, sagte Sloan.

Dann kam aber doch der typische Sloan durch, der lieber Tore verhindert. Denn in seinen sechs Jahren zuvor in der DEL traf der Amerikaner nie öfter als vier Mal. „Tore schießen ist zwar cool, aber ich bin noch stolzer, wenn wir keine bekommen.“ Und trotzdem: Wer zu Weihnachten so in Fahrt kommt, der kann auch an Heiligabend einmal ausspannen. Mehr freie Tage gab es nämlich nicht. Am ersten Feiertag hatte Cortina schon wieder ein Training angesetzt. „Wir haben bei mir zu Hause gefeiert mit einigen Spielern, das hat Spaß gemacht. Nicht so traditionell, aber Blake Wheeler hat einen Weihnachtsbraten mitgebracht“, so Sloan – Wheelers vorerst letzte gute Tat für den EHC. Bis zum 4. Januar müssen Sloan und Co. die Siege jetzt alleine einfahren.

 

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