EHC München EHC besteht die Reifeprüfung

Wollen in Köln wieder jubeln. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

MÜNCHEN - München beendet seine Mini-Krise und gewinnt gegen Krefeld mit 4:2. "Das waren drei sehr wichtige Punkte, das war gut für den Kopf."

 

Männer oder doch nur Bubis? Kapitän Stephane Julien, der in der AZ gefordert hatte, dass die Spieler des EHC München nach drei Niederlagen in Serie nun beweisen müssten, dass sie echte Männer seien, gab die Antwort gleich selber. In der 36. Spielminute stocherte er vor 3057 Zuschauer den Puck zum 1:0 gegen die Krefeld Pinguine über die Linie. Am Ende konnte sich der EHC als verdienter 4:2-Sieger feiern lassen. „Wir haben wieder sehr viel Moral bewiesen“, analysierte Erfolgscoach Pat Cortina nach der Partie und fügte an: „Ich dachte mir, bloß nicht wieder einen Zwei-Tore Vorsprung verspielen.“

Denn der EHC, der schon bei den Heimspielen gegen Straubing und Mannheim jeweils trotz Zwei-Tore-Vorsprüngen am Ende als Verlierer da stand, lag auch gegen Krefeld nach 41 Minuten durch 2:0 vorne. Stürmer Dylan Gyori hatte die EHC-Führung ausgebaut. „In dieser Situation waren wir zu passiv“, sagte Cortina.

So konnte Krefeld prompt reagieren: In der 22. Minute schoss Andreas Driendl das Anschlusstor zum 1:2, das Schiedsrichter Sascha Dierberg nach extensiver Videoanalyse anerkannte. Den alten Abstand stellte abermals Gyori wieder her: 3:1 für München in der 53. Minute. Auch hier musste erst der Videobeweis herangezogen werden, ehe klar war: Das Tor zählt.

„Das war ein sehr wichtiges Tor für uns“, sagte Manager Christian Winkler. Doch er musste nochmal zittern: In der 59. Minute schossen die Krefelder durch Patrick Hager wieder das Anschlusstor und nahmen dann auch Torhüter Langkow heraus. Die Krefelder drückten, doch der krönende Abschluss gebührte EHC-Topscorer Eric Schneider. Der Kanadier behielt zehn Sekunden vor Schluss die Ruhe und zirkelte den Puck zum 4:2-Endstand ins Netz. "Das waren drei sehr wichtige Punkte, das ist gut für den Kopf“, sagte Cortina, „denn da werden die Spiele entschieden. Es war wichtig, dass wir wieder ein Erfolgerlebnis hatten.“

Sieg, drei Punkte, Mini-Krise beendet. „Die Jungs“, wie Winkler die Spieler des EHC gerne nennt, sind eben Männer.

H. Ince, M. Kerber

 

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