EHC München Der EHC ist durch: „Ein Signal an den Rest“

Drin, das Ding: Mark heatley erzielt das 2:1, der EHC zieht durch das 6:1 ins Halbfinale ein. Foto: BSE

WEISSWASSER - 6:1 in der Lausitz! Das Cortina-Team gewinnt auch das vierte Spiel in Weißwasser und steht nach nur vier Spielen im Halbfinale.

 

Der EHC hat kurzen Prozess gemacht. Die Münchner gewannen auch Spiel vier des Playoff-Viertelfinales bei den Lausitzer Füchsen mit 6:1 und entschieden damit die Best-of-seven-Serie ohne Niederlage (Ergebnisse bisher: 6:0, 3:2, 5:1) für sich. „Das entscheidende Spiel siegreich zu beenden, ist psychologisch oft schwer, aber meine Jungs haben das sehr gut gemacht“, sagte Trainer Pat Cortina, „das ist auch ein Signal an den Rest der Liga.“

Doch trotz des kurzen Prozesses, Kurzarbeitergeld gibt es für die EHC-Stars um den überragenden EHC-Oldie Niklas Hede (40) noch nicht. Die EHC-Spieler erhalten erst ab dem Finaleinzug eine Playoff-Prämie. „Das Endspiel ist unser Ziel, warum sollten wir also schon vorher Boni ausloben?“, meinte Manager Christian Winkler zur AZ.

Ganz ohne Zuckerl bleibt der Halbfinaleinzug für die Kufencracks des Vorjahresfinalisten nun auch wieder nicht. Cortina, als Schleifer gefürchtet, gab seinen Spielern zwei Tage frei. „Darauf freuen wir uns alle enorm“, sagte Torwart Joey Vollmer, der auch in Spiel vier wieder der Vorzug vor Sebastian Elwing (der bei den Partien eins und zwei im Kasten stand) den Vorzug erhielt. Dafür musste der EHC auf Topscorer Mike Kompon verzichten, der sich beim Aufwärmen einen Nerv im Rücken eingeklemmt hat.

Der EHC ließ sich davon aber nicht beirren. Hede, der daran denkt seine Karriere nach der Saison zu beenden, brachte den EHC mit seinem bereits vierten Playoff-Tor mit 1:0 in Führung (10.). „Hede ist unbezahlbar“, sagte Winkler, „er ist zu gut, um wirklich schon die Schlittschuhe an den Nagel zu hängen.“ Doch zwei Minuten später der Ausgleich durch Markus Lehnigk. Nach der Drittelpause drehte der EHC gleich auf, Mark Heatley nach nur 87 Sekunden zum 2:1. Neville Rautert erhöhte zum 3:1 (29.) und Dominic Auger machte das 4:1 klar (38.). Rautert schoss das 5:1 (51.) und Austin Wycisk erzielte den 6:1-Endstand (60.).

Doch jetzt ist der EHC zum Warten verdammt. Der Halbfinalgegner Gegner wird noch in den Partien Ravensburg gegen Heilbronn (Stand: 3:1) und Bietigheim gegen Landshut (Stand: 2:2) ermittelt. Cortina: „Wir haben keine Vorlieben. Wer Meister werden will, muss sowieso jeden schlagen.“

Matthias Kerber

 

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