EHC München Aus den Birken: Mit Zeuschen zu den Roten Bullen

Neuzugang aus den Birken vor einer Rote-Bullen-Skulptur. Foto: ho

AZ-Interview mit Danny aus den Birken: Der Neuzugang des EHC München über die Gründe für den Wechsel und wer alles mitkommt.

AZ: Herr Aus den Birken, willkommen in München und beim EHC. Wie ist der erste Eindruck, nachdem Sie ja die vergangenen sechs Jahre bei den Kölner Haien das Tor gehütet haben?

DANNY AUS DEN BIRKEN: Sehr schön, aber man merkt schon, was hier für ein unglaublicher Verkehr herrscht. Da muss ich mich erstmal dran gewöhnen. Das muss man echt miteinplanen, damit man nicht dauernd zu spät zum Training kommt und in die Mannschaftskasse zahlen muss. Ich bin gerade auf Wohnungssuche mit meiner Freundin.

Da haben Sie aber noch jemand vergessen...

Oh, ja! Unseren Hund.

Zeus!

Eigentlich Zeuschen! Auch wenn es zu dem Koloss nicht mehr so recht passt. Er bringt 50 Kilo auf die Waage, alles Muskeln. Aber Zeuschen weiß manchmal noch gar nicht, dass er jetzt so ein Riese ist und glaubt, dass er immer noch das kleine Zeuschen ist. Wenn der mit seiner Pfote auf deinem Fuß steht, das kann richtig weh tun. Ja, er ist ein Familienmitglied, fast schon zu vermenschlicht. Ich glaube, er denkt auch manchmal selber, dass er ein Mensch ist. Auf jeden Fall hat er bei der Wohnungsauswahl auch sein Wörtchen mitzureden. Er hat ja bei uns zum Beispiel auch sein eigenes Bett. Er ist Gold wert.

Können Sie eine solche Liebeserklärung auch schon für den EHC Red Bull München abgeben. Der ist ja jetzt Ihre neue sportliche Heimat.

Man merkt sofort, wie professionell die Organisation ist. Es war in den letzten Monaten ja auch schon immer so, wenn man bei der Nationalmannschaft zusammengekommen ist, haben die Münchner Spieler immer sehr vom EHC geschwärmt, das klang alles sehr interessant.

Und dann haben die Kölner mit Gustaf Wesslau auch noch einen weiteren Toptorhüter verpflichtet.

Mei, es war schon zuletzt so, dass ich nicht mehr das hundertprozentige Vertrauen des Vorstandes gespürt habe. Genau dieses Vertrauen ist mir aber sehr wichtig, ich brauche das für mich. Dann kam der EHC und hat sich sofort extrem um mich bemüht. Und jetzt bin ich da! Ich denke, dass ich hier sportlich einfach mehr erreichen kann als in Köln. Ich übe den Sport aus, auch um Titel zu holen. Das wird in Zukunft mit München – denke ich – leichter sein als in Köln. Das Gespräch mit Don Jackson hat mich auch sehr beeindruckt. Daher musste ich nicht lange darüber nachdenken. Ich will das Beste aus mir herausholen und das Maximum erreichen. Ich denke, dass in München die Voraussetzungen dafür bestens sind. Ich freue mich darauf enorm. Bisher war ich ja nur als Gegner in der Eishalle, aber die Stimmung hat mir immer gefallen. Jetzt darf ich sie auch mal für und nicht nur gegen mich erleben (lacht).

Stimmt die Geschichte, dass Sie Ihre Cousine zum Eishockey gebracht hat?

Ja, das ist richtig. Ich war eigentlich Fußballtorwart, habe ihr zugeschaut und dann eben mitgemacht. Ich habe erst kürzlich meine Mutter gefragt, wie alt ich da war. Sie meinte: sieben. Mit neun habe ich mich dann auf Eishockey konzentriert. War wohl die richtige Entscheidung.

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Um Ihren eigenwilligen Namen Aus den Birken gibt es viel Rätselraten.

(lacht) Bei mir auch. Mein Opa hat sich mal auf Ahnenforschung begeben, aber er kam dann nicht weiter. Es bedeutet wohl „die Familie, die im Birkenwald lebt“. Es ist halt ein ungewöhnlicher Name. Es gibt in Deutschland nicht gerade viele, die so heißen.

Sie gelten ja als absoluter Karnevals-Fan.

Stimmt. Aber München hat ja das Oktoberfest. Wir waren mit den Haien auch schon dort, das hat uns allen ganz toll gefallen. Auch meiner Freundin. München hat einiges zu bieten. Was auch wichtig ist, dass es so viele Parks gibt, damit Zeuschen sich eben wohl fühlt. Ist ja jetzt auch seine Heimat. Wir alle freuen uns drauf.

 

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